- Ausgeheilt und beschwerdefrei geht meist. Verletzungen wie ein Kreuzbandriss, die seit einem Jahr ausgeheilt sind, oder Heuschnupfen bringen wir in der Regel unter.
- Die BU arbeitet mit Ausschlüssen. Statt den Antrag abzulehnen, nimmt sie oft nur die betroffene Erkrankung oder Körperregion heraus. Alles andere bleibt versichert.
- Psyche: in der BU oft leichter als in der PKV, meist mit Ausschluss. Ab drei Jahren nach Therapieende lässt sich in der Regel gut etwas machen.
- Kündigt ein Versicherer im Leistungsfall oder tritt er zurück, liegt das meist an Fehlangaben im Antrag. Besorgen Sie Ihre Unterlagen vorher und geben Sie alles an, was abgefragt wird.
- Anonyme Voranfrage zuerst. Sie dauert oft ein bis zwei Wochen und vermeidet einen Eintrag im Hinweis- und Informationssystem der Versicherer.
01 Was als Vorerkrankung zählt und wie weit Versicherer zurückfragen
Für die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt als Vorerkrankung alles, wonach der Versicherer im Antrag fragt: Diagnosen, ärztliche und psychotherapeutische Behandlungen und Beratungen, verordnete Medikamente, Untersuchungen und Krankenhausaufenthalte. Manche Anträge fragen auch nach Beschwerden, die noch niemand behandelt hat. Maßgeblich ist die Frage, die Ihnen der Versicherer in Textform stellt (§ 19 VVG).
Wie weit die Fragen zurückreichen, unterscheidet sich je Anbieter. Ambulante Behandlungen fragt ein Teil der Versicherer drei Jahre rückwirkend ab, andere fünf Jahre. Für stationäre Aufenthalte sind zehn Jahre üblich. Welcher Versicherer wie weit zurückblickt, klären wir in der Voranfrage mit.
Die Anzeigepflicht endet mit der Abgabe Ihres Antrags. Was danach an Erkrankungen dazukommt, müssen Sie nicht nachmelden. Nur wenn der Versicherer zwischen Antrag und Annahme noch einmal nachfragt, gehören auch Behandlungen aus dieser Zeit in die Antwort. Deshalb hat die beste Ausgangslage, wer früh abschließt, etwa schon mit einer BU für Schüler. Eine nötige Behandlung wegen der Versicherung aufzuschieben, raten wir nicht.
02 Fünf mögliche Ergebnisse der Risikoprüfung
Mit einer Vorerkrankung endet die Prüfung bei einem von fünf Ergebnissen, vom günstigsten zum ungünstigsten:
Ohne Zuschlag und ohne Ausschluss, als gäbe es die Vorerkrankung nicht.
Die Erkrankung bleibt mitversichert, Sie zahlen einen höheren Beitrag. Feste Zuschläge je Diagnose gibt es nicht.
Eine Berufsunfähigkeit wegen der ausgeschlossenen Erkrankung oder Körperregion ist nicht versichert, jede andere Ursache schon. Der Beitrag bleibt normal.
Der Versicherer entscheidet erst später, etwa wenn eine Therapie noch läuft.
Kein Vertrag bei diesem Versicherer. Ein anderer kann anders entscheiden.
Ein Unterschied zur privaten Krankenversicherung mit Vorerkrankung: Die BU nimmt oft ganze Körperregionen aus, etwa den gesamten Rücken oder die Atemwege. Die private Krankenversicherung arbeitet bei Vorerkrankungen eher mit Zuschlag oder Ablehnung. In der BU kommt deshalb häufiger ein Vertrag mit einer Lücke zustande. Ob er sich lohnt, hängt davon ab, wie groß die Lücke ist.
03 Diagnose-Kompass: wie die BU Ihre Vorerkrankung bewertet
Wählen Sie eine Diagnose. Der Kompass zeigt, welches Ergebnis in der Beratungspraxis von Max Eilert typisch ist und welches vorkommt. Er ersetzt keine Anfrage.
Wählen Sie oben eine Diagnose.
Heuschnupfen
- Normal angenommen typisch
- Mit Zuschlag nicht typisch
- Mit Ausschluss nicht typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt nicht typisch
Heuschnupfen ist in der BU meist kein Hindernis. Max Eilert sieht hier ganz gute Chancen auf eine Annahme ohne Einschränkung.
Worauf es ankommt: Ob zusätzlich Asthma dazukommt. Das bewerten die Versicherer strenger.
Leichtes Asthma
- Normal angenommen kommt vor
- Mit Zuschlag nicht typisch
- Mit Ausschluss kommt vor
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt nicht typisch
Leichtes Asthma ist etwas schwieriger als Heuschnupfen. Gibt es eine Einschränkung, arbeitet die BU eher mit einem Ausschluss der Atemwege. Die private Krankenversicherung kennt solche Ausschlüsse kaum.
Worauf es ankommt: Wie oft Sie das Spray brauchen und ob es Notfallbehandlungen gab.
Bluthochdruck
- Normal angenommen kommt vor
- Mit Zuschlag kommt vor
- Mit Ausschluss nicht typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt kommt vor
Beim Bluthochdruck reicht es nach Max Eilerts Erfahrung von der normalen Annahme über einen Zuschlag bis zur Ablehnung. Es kommt auf Ihr Alter, die Ausprägung und die Medikation an, und darauf, ob weitere Erkrankungen dazukommen, etwa eine Mitralklappeninsuffizienz.
Worauf es ankommt: Stabile Werte mit möglichst geringer Medikation und keine Begleiterkrankungen am Herzen.
Ausgeheilte Verletzung
- Normal angenommen typisch
- Mit Zuschlag nicht typisch
- Mit Ausschluss nicht typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt nicht typisch
Ein ausgeheilter Kreuzbandriss ist „gar kein Problem“. Allgemein gilt: Ausgeheilte Verletzungen, die seit einem Jahr beschwerdefrei sind, bringen wir gut unter.
Worauf es ankommt: Behandlung abgeschlossen, seit einem Jahr ohne Beschwerden.
Rückenschmerzen, ausgeheilt
- Normal angenommen typisch
- Mit Zuschlag nicht typisch
- Mit Ausschluss nicht typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt nicht typisch
Rückenschmerzen, die seit ein bis zwei Jahren ausgeheilt sind, haben ganz gute Chancen. Ein einfaches LWS- oder HWS-Syndrom nennt Max Eilert „halb so wild“.
Worauf es ankommt: Der Abstand zur letzten Behandlung.
Bandscheibenvorfall, aktuell
- Normal angenommen nicht typisch
- Mit Zuschlag nicht typisch
- Mit Ausschluss typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt typisch
Bandscheibenprobleme, die aktuell vorliegen, sind kaum versicherbar, höchstens mit einem Ausschluss des gesamten Rückens. Dann stellt sich die Frage, ob eine BU zu diesem Zeitpunkt sinnvoll ist.
Worauf es ankommt: Ob der Vorfall abgeheilt ist und Sie beschwerdefrei sind.
Neurologischer Befund
- Normal angenommen kommt vor
- Mit Zuschlag nicht typisch
- Mit Ausschluss nicht typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt nicht typisch
Neurologisches ist in der BU einfacher als Rücken und Psyche. Ein 28-jähriger Arzt mit Tremor und mehreren Sportunfällen bekam bei uns 2.500 Euro Rente ohne Ausschluss und ohne Zuschlag. Eine Ausnahme ist die Migräne, sie macht in der BU Probleme.
Worauf es ankommt: Diagnose und Verlauf sauber belegt.
Schilddrüse, Hashimoto
- Normal angenommen nicht typisch
- Mit Zuschlag typisch
- Mit Ausschluss kommt vor
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt nicht typisch
Über- oder Unterfunktion, Hashimoto und L-Thyroxin sind versicherbar, je nach Versicherer mit Zuschlag oder Ausschluss. In zwei Fällen aus unserer Praxis lag der Zuschlag bei 20 Prozent und bei 30 bis 40 Prozent.
Worauf es ankommt: Stabile Werte bei unveränderter Dosis.
Zum Ratgeber: BU mit Hashimoto und Schilddrüse
Neurodermitis
- Normal angenommen kommt vor
- Mit Zuschlag kommt vor
- Mit Ausschluss typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt kommt vor
Der Regelweg ist ein Ausschluss. Je nach Versicherer betrifft er nur die Neurodermitis oder alle Hauterkrankungen. Leichte Fälle, etwa nur im Winter ab und zu, gehen mit einem Befundbericht vom Arzt auch ohne Ausschluss oder mit einem Zuschlag durch. Sitzt die Neurodermitis an den Händen und arbeiten Sie viel mit Wasser oder Reinigungsmitteln, ist auch eine Ablehnung möglich.
Worauf es ankommt: Ein aktueller Befundbericht, der Schwere und Häufigkeit der Schübe belegt.
Zum Ratgeber: BU mit Neurodermitis
ADHS
- Normal angenommen kommt vor
- Mit Zuschlag kommt vor
- Mit Ausschluss typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt nicht typisch
ADHS ist kein K.-o.-Kriterium. Läuft die Behandlung noch oder liegt sie erst ein Jahr zurück, gibt es die BU nach Max Eilerts Erfahrung mit Ausschluss der gesamten Psyche. Wurde ADHS nur in der Kindheit behandelt und sind Sie seitdem beschwerdefrei, ist es unproblematisch.
Worauf es ankommt: Mindestens drei Jahre ohne Behandlung und Beschwerden, am besten mit Abschlussbericht.
Zum Ratgeber: BU trotz ADHS
Psychotherapie, Depression
- Normal angenommen kommt vor
- Mit Zuschlag kommt vor
- Mit Ausschluss typisch
- Zurückgestellt kommt vor
- Abgelehnt kommt vor
Läuft die Therapie noch oder ist sie erst kurz beendet, gibt es die BU nach Max Eilerts Erfahrung nur mit Ausschluss der Psyche, bei einem Burnout auch Ablehnungen. Ein Antidepressivum zählt dabei als laufende Behandlung. Ab drei Jahren nach Therapieende und Beschwerdefreiheit lässt sich in der Regel gut etwas machen. Bei einer Depression ist der Ausschluss der Psyche der Regelfall, ein Zuschlag sehr selten.
Worauf es ankommt: Der Abstand zum Therapieende und ein Abschlussbericht, der die Beschwerdefreiheit festhält.
Zum Ratgeber: BU trotz Psychotherapie
Diabetes
- Normal angenommen nicht typisch
- Mit Zuschlag nicht typisch
- Mit Ausschluss nicht typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt typisch
Typ 2 ist in der klassischen BU praktisch nicht unterzubringen. Typ 1 geht nur unter engen Bedingungen: ein stabiler Verlauf über mindestens zwei Jahre und ein Eintrittsalter grob zwischen 18 und 35. In Einzelfällen gelingt es über einen Tarif mit Honorar. Bei Typ 1 kostet schon die Voranfrage Honorar, das sagen wir Ihnen vorher.
Worauf es ankommt: Ein dokumentiert stabiler Verlauf.
Zum Ratgeber: BU mit Diabetes
Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
- Normal angenommen nicht typisch
- Mit Zuschlag kommt vor
- Mit Ausschluss kommt vor
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt kommt vor
Eine normale Annahme gibt es nach Max Eilerts Erfahrung bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn in aller Regel nicht. Zuschlag, Ausschluss und Ablehnung kommen alle vor, entscheidend sind die Atteste und Befundberichte. Läuft die Erkrankung nicht auf Minimalniveau, gibt es kaum eine Chance. Biologika, Immunsuppressiva und eine Darm-Operation verschlechtern das Ergebnis, Morbus Crohn wird häufig härter bewertet.
Worauf es ankommt: Eine ruhige Phase auf Minimalniveau, belegt durch aktuelle Befundberichte.
Zum Ratgeber: BU mit Colitis und Crohn
Krebs in Remission
- Normal angenommen nicht typisch
- Mit Zuschlag nicht typisch
- Mit Ausschluss nicht typisch
- Zurückgestellt nicht typisch
- Abgelehnt typisch
Ein sehr schwieriger Fall, die Erkrankung muss lange in Remission sein. Bei einem Mandanten mit Hodenkrebs in Remission sind fast alle Versicherer abgesprungen, einer hat zugesagt.
Worauf es ankommt: Breit anfragen. Ein einzelner Versicherer kann den Unterschied machen.
Orientierung aus der Beratungspraxis, keine Zusage. Die Entscheidung trifft der Versicherer im Einzelfall. Ihre Auswahl bleibt in Ihrem Browser und wird nicht übertragen.
„Ausgeheilte mechanische Erkrankungen, die seit einem Jahr beschwerdefrei sind, die kriegen wir gut unter.“
Migräne fehlt im Kompass, weil die Lage dort zweigeteilt ist: In der BU macht Migräne nach Max Eilerts Erfahrung Probleme, die private Krankenversicherung nimmt Migräne dagegen meist an. Wer beides braucht, lässt beide Sparten getrennt anonym anfragen.
Ihre Diagnose fehlt im Kompass, oder es sind mehrere?
Der Kompass zeigt, was in der Praxis typisch ist. Wie Ihr Fall ausgeht, hängt von Ihren Befunden, dem Stand der Behandlung und Ihrem Beruf ab. Wir legen ihn ohne Namen mehreren Versicherern vor.
04 Psychische Vorerkrankungen: in der BU oft leichter als in der PKV
Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit, entsprechend genau prüfen die Versicherer. Trotzdem kommt man mit einer Psyche-Vorgeschichte nach Max Eilerts Erfahrung in die BU oft leichter hinein als in die private Krankenversicherung. Wer beides braucht, lässt beides parallel anfragen.
- Laufende Therapie: Ohne Ausschluss der Psyche geht praktisch nichts. Als laufend gilt eine Behandlung auch, wenn Sie nur noch selten hingehen. Eine 26-jährige Ärztin mit Angststörung, die nur noch alle paar Monate zur Psychologin ging, bekam die BU bei allen Versicherern nur mit Ausschluss der Psyche.
- Drei Jahre nach Therapieende: Ab dann lässt sich in der Regel gut etwas machen. Eine 29-jährige Psychotherapeutin, deren Depression drei Jahre zurücklag, wurde ohne Zuschlag angenommen.
- Depression: Der Ausschluss der Psyche ist der Regelfall, ein Zuschlag kommt sehr selten vor.
Was ein Ausschluss der Psyche für Ihren Schutz bedeutet und warum der Therapieabschlussbericht so viel ausmacht, steht im Ratgeber zur Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Psychotherapie.
05 Gesundheitsfragen richtig beantworten
Tritt ein BU-Versicherer im Leistungsfall vom Vertrag zurück oder kündigt ihn, liegt das nach Max Eilerts Erfahrung meist an Fehlangaben im Antrag. Wer etwas verschweigt, wird zunächst angenommen; auffallen tut es erst, wenn er Leistungen beantragt. Die Diagnose selbst ist seltener der Grund. Mit diesen Schritten vermeiden Sie das:
- Unterlagen vorher besorgen. Lassen Sie sich Arztbriefe, Befunde und Entlassungsberichte geben. Ihre Krankenkasse teilt Ihnen auf Antrag mit, welche Leistungen sie für Sie abgerechnet hat (§ 305 SGB V). So sehen Sie, was in Ihrer Akte steht, bevor der Versicherer es sieht.
- Alles angeben, was abgefragt wird. Auch einzelne Sitzungen, selbst bezahlte Behandlungen und Diagnosen, die Ihnen heute überholt vorkommen.
- Hobbys mitdenken. Viele Anträge fragen nach riskanten Freizeitaktivitäten, etwa beim Motorradfahren.
- Schweigepflichtentbindung im Einzelfall. Sinnvoll ist die Variante, bei der der Versicherer Ihre Ärzte erst nach Ihrer Zustimmung im Einzelfall befragt.
Falsche oder fehlende Angaben können zum Rücktritt oder zur Anfechtung führen. Bei einer verletzten Anzeigepflicht kann der Versicherer fünf Jahre lang ab Vertragsschluss handeln, bei Vorsatz oder Arglist zehn Jahre, und tritt der Leistungsfall in dieser Frist ein, auch danach (§ 21 Abs. 3 VVG). Wie ernst Gerichte das nehmen, zeigt ein Fall vor dem Oberlandesgericht Dresden (Beschluss vom 28. Januar 2025, Az. 4 U 1361/24): Der Versicherte hatte eine ADHS-Behandlung verschwiegen, obwohl der Antrag danach fragte. Das Gericht wertete das als arglistige Täuschung, der BU-Schutz war weg.
Wie bewerten die Versicherer Ihre Vorgeschichte?
Wir bereiten Ihre Unterlagen auf und fragen Ihren Fall ohne Namen bei mehreren Versicherern an. Sie kennen das Ergebnis, bevor Sie einen Antrag stellen.
06 Gibt es eine BU ohne Gesundheitsfragen?
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ganz ohne Gesundheitsfragen gibt es in der Regel nicht, weil der Versicherer das Risiko für den Beitrag einschätzen muss. Es gibt aber Wege mit deutlich weniger Fragen:
- Aktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen. Einzelne Versicherer bieten zeitweise oder für bestimmte Gruppen einen verkürzten Fragebogen an, etwa für junge Leute, Akademiker oder bestimmte Berufe. Meist sind Alter und Rentenhöhe begrenzt.
- Über den Arbeitgeber. Bei einer betrieblichen Berufsunfähigkeitsversicherung über einen Kollektivvertrag fallen die Gesundheitsfragen oft einfacher aus.
- Nachversicherungsgarantie. Eine bestehende BU lässt sich bei bestimmten Anlässen ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen. Wer früh mit einer kleineren Rente startet, sichert sich so den heutigen Gesundheitszustand.
Wir nutzen Tarife mit vereinfachten Gesundheitsfragen gezielt. Max Eilert: „Man hat sonst häufig bei gewissen Mandanten keine Chance, sie anderweitig unterzubekommen.“ Eine Ärztin haben wir so über einen Tarif mit stark verminderten Gesundheitsfragen untergebracht, mit 2.000 Euro Rente für 60 bis 70 Euro im Monat.
Auch die verkürzten Fragen sind wahrheitsgemäß zu beantworten. Eine Aktion lohnt sich nur, wenn ihre Fragen zu Ihrer Vorgeschichte passen. Ob das so ist, prüfen wir, bevor Sie einen Antrag stellen.
07 Die anonyme Voranfrage für die BU
Wer offen einen Antrag stellt und abgelehnt wird, kann eine Spur im Hinweis- und Informationssystem (HIS) hinterlassen, das die Versicherer gemeinsam führen und das auch Berufsunfähigkeitsversicherungen umfasst. Ein Vermerk nennt keine Diagnose, andere Versicherer sehen aber bei ihrer Anfrage, dass eine besondere Einstufung vorliegt, und prüfen genauer. Außerdem bewahrt der ablehnende Versicherer den Antrag in der Regel drei Jahre auf. Die anonyme Voranfrage läuft ohne Ihren Namen und erzeugt deshalb keinen Eintrag.
So läuft sie ab: Wir bereiten Ihre Unterlagen auf und legen Ihren Fall mehreren Versicherern ohne Namen vor. In der BU gehören dazu meist mehr Fragebögen als in der privaten Krankenversicherung, dafür lehnen die Versicherer nicht so schnell ab. Schwierigere Fälle prüft immer ein Risikoprüfer von Hand. Oft dauert das ein bis zwei Wochen, manchmal drei bis vier, wenn ein Versicherer den Vorgang langsamer bearbeitet. Erst wenn feststeht, wer Sie zu welchen Bedingungen nimmt, stellen Sie den Antrag, und zwar gezielt dort.
Brauchen Sie auch eine private Krankenversicherung, fragen wir beide Sparten parallel an. Nacheinander kostet Zeit, und in der Zwischenzeit kann gesundheitlich etwas passieren.
08 Wenn ein Ausschluss im Vertrag steht
Ein Leistungsausschluss klingt nach Lücke und ist oft gut verkraftbar. Wird die Berufsunfähigkeit durch die ausgeschlossene Erkrankung verursacht, zahlt der Versicherer nicht. Jede andere Ursache bleibt voll versichert, und der Beitrag bleibt normal.
Wie weit ein Ausschluss reicht, steht in der Klausel, und die unterscheidet sich zwischen den Anbietern. Bei der Psyche oder einer Hauterkrankung betrifft er eine Erkrankung, beim Rücken oft die ganze Region. Bei einem akuten Bandscheibenvorfall mit Ausschluss des gesamten Rückens stellt sich die Frage, ob die BU zu diesem Zeitpunkt sinnvoll ist. Das besprechen wir mit Ihnen, bevor Sie unterschreiben.
„Man kann immer nachverhandeln. Wenn man frei ist von irgendwelchen Problemen, kriegt man es in der Regel hin, das auch nach Jahren rauszubekommen.“
Sprechen Sie einen Ausschluss nach einigen ruhigen Jahren an, statt darauf zu warten, dass der Versicherer von sich aus darauf zukommt. Für unsere Mandanten übernehmen wir das.
09 Wenn die BU nicht geht
Lehnen alle Versicherer ab oder bleibt nur ein Vertrag mit einer großen Lücke, kommen diese Wege in Frage. Keiner ersetzt die BU vollständig:
Sie zahlt, wenn Sie eine körperliche Grundfähigkeit verlieren, etwa Sehen, Gehen oder die Hände gebrauchen. Sie ist eher auf körperliche Ursachen ausgelegt, die Psyche lässt sich teils mitversichern. Für handwerkliche und körperliche Berufe ist sie oft deutlich günstiger als eine BU.
Eine einmalige Kapitalzahlung bei definierten schweren Erkrankungen. Sie ersetzt keine laufende Rente, kann aber eine finanzielle Brücke sein.
In Einzelfällen gelingt die BU über einen Tarif mit Honorarvereinbarung. Einen Ingenieur mit Diabetes Typ 1 haben wir so untergebracht, mit rund 1.500 Euro Rente für 80 Euro im Monat. Mehr dazu im Ratgeber zur BU mit Diabetes.
Von der Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die oft als Alternative genannt wird, raten wir in der Regel ab. Sie zahlt erst, wenn Sie praktisch keiner Tätigkeit mehr nachgehen können. Wer eine Grundfähigkeit verliert, ist noch lange nicht erwerbsunfähig. Die Leistung aus einer Grundfähigkeitsversicherung ist deshalb in der Regel leichter zu bekommen.
Geht es Ihnen vor allem um Ihre Familie im Todesfall, ist die Risikolebensversicherung ein eigenes Thema. Bei einer psychischen Vorgeschichte ist die Risikolebensversicherung trotz Psychotherapie deutlich leichter zu bekommen als die BU.
Schon abgelehnt worden oder mit Ausschluss versichert?
Wir prüfen anonym, welche Versicherer Ihre Vorgeschichte heute anders bewerten, und ob sich ein bestehender Ausschluss nachverhandeln lässt.
10 Drei Mythen über die BU mit Vorerkrankung
Klicken Sie eine Karte an, um die Wahrheit hinter dem Mythos zu sehen.
11 Häufige Fragen
Bekomme ich mit einer Vorerkrankung überhaupt eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Welche Vorerkrankungen muss ich bei der BU angeben?
Wie weit fragen BU-Versicherer zurück?
Welche Vorerkrankungen sind in der BU meist unproblematisch?
Wann ist eine BU nicht möglich?
Was ist ein Leistungsausschluss in der BU?
Gibt es eine BU ohne Gesundheitsfragen?
Muss ich eine Erkrankung nachmelden, die nach dem Abschluss auftritt?
Was passiert, wenn ich eine Vorerkrankung verschweige?
Wie lange dauert die anonyme Voranfrage, und was kostet sie?
12 Termin mit Max buchen oder anonyme Voranfrage starten
Buchen Sie ein kostenfreies Erstgespräch mit Max Eilert oder füllen Sie das Formular für die anonyme Risikovoranfrage aus. Nennen Sie dort Ihre Diagnosen, den Stand der Behandlung und Ihren Beruf, dann lässt sich Ihre Anfrage gleich richtig einordnen. Wir fragen mehrere Versicherer parallel an und sagen Ihnen, wer Sie zu welchen Bedingungen nimmt.
Erstgespräch mit Max direkt buchen
Hinweis zum Datenschutz: Calendly verarbeitet beim Termin-Buchen Name und E-Mail nach den hinterlegten Standards. Mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Oder anonyme Risikovoranfrage ausfüllen
Ihre Basics
Stand Oktober 2026. Fachliche Einschätzungen aus der Beratungspraxis Elbland Finanz, keine medizinische oder rechtliche Beratung. Annahmeentscheidungen treffen die Versicherer im Einzelfall. Versicherungsmakler nach § 34d GewO, vergütet im Erfolgsfall über die Courtage des Versicherers. Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung.
