Trotz ADHS Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeit trotz ADHS

Eine ADHS-Diagnose in der Akte führt bei vielen zu der Annahme, eine Berufsunfähigkeitsversicherung sei chancenlos. Das stimmt so nicht. ADHS ist kein Ausschlusskriterium. In der Praxis lässt sich fast jeder Fall unterbringen, meist über einen Ausschluss der Psyche oder einen Zuschlag. Diese Seite zeigt, wovon die Annahme abhängt, warum der Behandlungsstatus entscheidet und wie Sie über eine anonyme Voranfrage vorab erfahren, was in Ihrem Fall geht.

anonym kostenfrei keine HIS-Spur
ADHS-DiagnoseBU ist machbar kein K.-o.
Entscheidendaktiv oder abgeschlossen Medikation
Risikovoranfragekostenfrei, 2 bis 4 Wochen anonym
Das Wichtigste in Kürze
  • ADHS ist kein Ausschlusskriterium. In der Praxis lässt sich fast jeder Fall unterbringen, meist über einen Ausschluss der Psyche oder einen Zuschlag.
  • Der Behandlungsstatus entscheidet. Eine abgeschlossene, beschwerdefreie ADHS ohne Medikation wird deutlich besser eingestuft als ein aktuell medikamentös behandelter Verlauf.
  • Ein Psyche-Ausschluss nimmt nur einen Teil heraus. Der Großteil der Berufsunfähigkeit entsteht durch körperliche Ursachen, die voll versichert bleiben.
  • Angeben, nicht verschweigen. Die ADHS gehört in den Antrag. Eine anonyme Voranfrage klärt vorab, wer zu welchen Konditionen annimmt.

01 ADHS schließt die Berufsunfähigkeit nicht aus

Viele Menschen mit einer ADHS-Diagnose gehen davon aus, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung für sie nicht erreichbar ist. Das ist ein verbreiteter Irrtum. ADHS ist kein Ausschlusskriterium. In der Praxis lässt sich fast jeder Fall unterbringen, der Weg dorthin sieht nur anders aus als bei einem Antragsteller ohne Vorgeschichte.

Wichtig ist die Unterscheidung zu anderen psychischen Themen. Bei einer reinen Depression endet ein Antrag in der Berufsunfähigkeitsversicherung fast immer mit einem Ausschluss der Psyche. ADHS wird differenzierter bewertet. Hier sind beide Wege möglich, ein Ausschluss oder ein Zuschlag, und welcher greift, hängt vom Verlauf ab. Wie eine anonyme Risikovoranfrage bei der Berufsunfähigkeitsversicherung abläuft, erklären wir weiter unten. Die Einschätzungen stammen aus der Beratungspraxis von Elbland Finanz.

02 Ausschluss der Psyche oder Zuschlag

Bei ADHS gibt es in der Berufsunfähigkeitsversicherung zwei typische Ergebnisse. Beim Ausschluss der Psyche leistet die Versicherung nicht, wenn die Berufsunfähigkeit durch eine psychische Erkrankung entsteht. Alle anderen Ursachen bleiben voll versichert. Beim Zuschlag bleibt die psychische Komponente mitversichert, dafür liegt der Beitrag höher.

Welcher Weg greift, entscheidet der Versicherer anhand Ihrer Unterlagen. Der Ausschluss ist in der Praxis das häufigere Ergebnis, weil er für den Versicherer das psychische Risiko klar herausnimmt. Ein Zuschlag kommt eher in Frage, wenn der Verlauf mild und gut dokumentiert ist. Beide Ergebnisse sind kein Grund, auf den Schutz zu verzichten, sie sind der reguläre Weg, mit dem ADHS in der Berufsunfähigkeitsversicherung abgebildet wird.

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Ausschluss oder Zuschlag, was gilt in Ihrem Fall?

Wir fragen anonym an und sagen Ihnen, welches Ergebnis bei welchem Versicherer realistisch ist.

03 Warum der Behandlungsstatus entscheidet

Die wichtigste Stellschraube bei der Annahme ist der aktuelle Behandlungsstatus. Zwischen einer abgeschlossenen ADHS und einem aktiv behandelten Verlauf liegt für den Versicherer ein massiver Unterschied. Abgeschlossen bedeutet: keine laufende Medikation, keine laufende Therapie, beschwerdefrei über einen längeren Zeitraum.

Wer seit Jahren ohne Medikament und ohne Behandlung stabil ist, wird in der Regel günstiger eingestuft als jemand, der aktuell ein Medikament nimmt. Das heißt nicht, dass eine laufende Behandlung den Weg versperrt. Auch dann lässt sich in den meisten Fällen ein Ergebnis finden, es fällt nur etwas restriktiver aus. Entscheidend ist, dass Ihr Status sauber dokumentiert in die Bewertung geht, statt im Antrag unterzugehen.

04 ADHS im Antrag angeben

Alles, was ärztlich diagnostiziert oder behandelt wurde, gehört wahrheitsgemäß in den Antrag. Das gilt für die ADHS ebenso wie für eine Medikation oder eine Therapie. Grundlage ist die vorvertragliche Anzeigepflicht nach Paragraph 19 Versicherungsvertragsgesetz. Wer hier etwas weglässt, riskiert den gesamten Schutz.

Der Grund ist hart: Erfährt der Versicherer im Leistungsfall aus der Patientenakte von einer verschwiegenen ADHS-Behandlung, kann er den Vertrag anfechten und die Leistung verweigern. Wie ernst die Gerichte das nehmen, zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Dresden aus dem Jahr 2025 (Aktenzeichen 4 U 1361/24): Dort wurde bei einem Antrag unter anderem eine jahrelange ADHS-Behandlung mit Ritalin verschwiegen, und der Versicherer durfte die Berufsunfähigkeitsversicherung wegen arglistiger Täuschung anfechten. Der vermeintliche Vorteil beim Antrag wird so zum existenziellen Risiko. Der sichere Weg ist die vollständige Angabe, kombiniert mit einer anonymen Vorklärung, damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen.

Voranfrage

Ihre ADHS-Historie sauber aufbereiten?

Wir strukturieren Ihre Angaben und klären anonym vor, bevor ein Antrag mit Ihrem Namen läuft.

05 Früh und gut eingestellt abschließen

Beitrag und Annahme richten sich nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand. Beides spricht dafür, die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht aufzuschieben. Je jünger Sie einsteigen, desto niedriger ist der Beitrag über die gesamte Laufzeit, und je stabiler und abgeschlossener Ihre ADHS-Vorgeschichte ist, desto besser fällt die Einstufung aus.

Wer wartet, riskiert, dass bis zum geplanten Abschluss weitere Diagnosen dazukommen oder eine Behandlung wieder aufgenommen wird. Beides verschlechtert die Ausgangslage. Wenn Ihre ADHS aktuell gut eingestellt oder abgeschlossen ist, ist das ein guter Zeitpunkt, den Schutz zu sichern.

06 Die anonyme Risikovoranfrage

Bevor ein Antrag mit Ihrem Namen bei einem Versicherer landet, klären wir anonym vor. Über eine Risikovoranfrage fragen wir Ihr Profil mit der ADHS-Vorgeschichte ohne Namensnennung bei mehreren Gesellschaften an. Sie erfahren, wer Sie zu welchen Konditionen nimmt, also ob normal, mit Zuschlag oder mit Ausschluss, und können danach gezielt den passenden Antrag stellen.

Der Weg dauert in der Regel zwei bis vier Wochen. Für Sie ist er kostenfrei, weil wir als Versicherungsmakler im Erfolgsfall über die Courtage des Versicherers vergütet werden. Der entscheidende Vorteil bei einer Vorgeschichte wie ADHS: Eine Ablehnung landet nicht in der branchenweiten HIS-Datei und verbaut Ihnen nicht den nächsten Versuch bei einem anderen Anbieter. Bei körperlichen Vorerkrankungen wie einer BU trotz Diabetes läuft die Voranfrage genauso, dort steht statt der Psyche der Verlauf der Erkrankung im Mittelpunkt.

07 Häufige Fragen

Bekomme ich mit ADHS eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
In der Regel ja. ADHS ist kein Ausschlusskriterium für die Berufsunfähigkeitsversicherung. In der Praxis lässt sich fast jeder Fall unterbringen, häufig über einen Ausschluss der psychischen Erkrankung, in manchen Fällen über einen Risikozuschlag. Welcher Weg in Ihrem Fall greift, hängt vom Verlauf und vom aktuellen Behandlungsstatus ab.
Was ist der Unterschied zwischen einem Psyche-Ausschluss und einem Zuschlag?
Bei einem Ausschluss leistet die Versicherung nicht, wenn die Berufsunfähigkeit durch eine psychische Erkrankung entsteht. Alle anderen Ursachen, etwa orthopädische oder internistische, bleiben voll versichert. Bei einem Zuschlag bleibt die Psyche mitversichert, Sie zahlen dafür einen höheren Beitrag. Bei ADHS ist beides möglich, anders als bei einer reinen Depression, wo fast immer ausgeschlossen wird.
Spielt es eine Rolle, ob ich noch Medikamente nehme?
Ja, und zwar deutlich. Zwischen einer abgeschlossenen ADHS ohne Medikation und ohne laufende Therapie und einem aktuell medikamentös behandelten Verlauf liegt für die Annahme ein massiver Unterschied. Wer seit Jahren beschwerdefrei und ohne Medikament ist, wird in der Regel günstiger eingestuft als jemand, der aktiv behandelt wird.
Muss ich meine ADHS im Antrag angeben?
Ja. Alles, was ärztlich diagnostiziert oder behandelt wurde, gehört wahrheitsgemäß in den Antrag, die ADHS ebenso wie eine Medikation oder Therapie. Das schreibt die vorvertragliche Anzeigepflicht nach Paragraph 19 Versicherungsvertragsgesetz vor. Verschweigen ist der falsche Weg, weil es im Leistungsfall den gesamten Schutz gefährdet.
Was passiert, wenn ich die ADHS verschweige?
Erfährt der Versicherer im Leistungsfall aus der Patientenakte von einer verschwiegenen ADHS-Behandlung, kann er den Vertrag anfechten und die Leistung verweigern. Wie ernst die Gerichte das nehmen, zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Dresden aus dem Jahr 2025 (Aktenzeichen 4 U 1361/24): Dort wurde bei einem Antrag unter anderem eine jahrelange ADHS-Behandlung mit Ritalin verschwiegen, und der Versicherer durfte die Berufsunfähigkeitsversicherung wegen arglistiger Täuschung anfechten. Der vermeintliche Vorteil beim Antrag wird so zum existenziellen Risiko.
Lohnt sich die BU mit ADHS, wenn die Psyche ausgeschlossen wird?
In den meisten Fällen ja. Ein Großteil der Berufsunfähigkeit entsteht nicht durch die Psyche, sondern durch körperliche Ursachen wie Rücken, Gelenke oder innere Erkrankungen. Diese bleiben bei einem Psyche-Ausschluss voll versichert. Der Ausschluss nimmt also nur einen Teil des Schutzes heraus, der Rest trägt weiter.
Wie läuft die anonyme Risikovoranfrage bei ADHS ab?
Wir fragen Ihr Profil mit der ADHS-Vorgeschichte ohne Ihren Namen bei mehreren Versicherern an. Sie erfahren, wer Sie zu welchen Konditionen nimmt, also ob mit Ausschluss, mit Zuschlag oder normal, bevor irgendwo ein Antrag mit Ihrem Namen liegt. Der Weg dauert in der Regel zwei bis vier Wochen und ist für Sie kostenfrei.
Max Eilert
Ihr Ansprechpartner

Max Eilert

Versicherungsmakler aus Dresden, spezialisiert auf private Krankenversicherung und Berufsunfähigkeit. „Bei ADHS ist die Sorge meist größer als das tatsächliche Hindernis. Wir kriegen die Fälle in der Regel unter, oft mit einem Ausschluss der Psyche. Den klären wir vorher anonym, damit Sie mit einem fertigen Bild in den Antrag gehen."

08 Termin mit Max buchen oder Fall anonym prüfen lassen

Zwei Wege führen zum Ziel: Buchen Sie ein kostenfreies Erstgespräch mit Max Eilert oder füllen Sie das Formular für die anonyme Risikovoranfrage aus. Wir fragen Ihren Fall mit der ADHS-Vorgeschichte anonym bei mehreren Versicherern an und sagen Ihnen, ob ein Ausschluss, ein Zuschlag oder eine normale Annahme realistisch ist, ohne dass eine Ablehnung in der branchenweiten HIS-Datei landet.

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Stand Juni 2026. Fachliche Einschätzungen aus der Beratungspraxis Elbland Finanz, keine Rechts- oder Steuerberatung. Angaben zur Annahmepraxis sind Orientierungswerte und hängen vom Einzelfall sowie vom jeweiligen Versicherer ab. Als Versicherungsmakler nach § 34d GewO werden wir im Erfolgsfall über die Courtage des Versicherers vergütet, für Sie bleibt die Beratung kostenfrei. Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung.

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Klären Sie anonym, was mit Ihrer ADHS möglich ist.

Wir fragen Ihren Fall anonym bei mehreren Versicherern an und sagen Ihnen, ob ein Ausschluss, ein Zuschlag oder eine normale Annahme realistisch ist, ohne dass eine Ablehnung in der branchenweiten HIS-Datei landet.

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