Diagnose Schilddrüse Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeits­versicherung mit Hashimoto

Bei einer Schilddrüsenerkrankung wie Hashimoto ist die Berufsunfähigkeitsversicherung in den meisten Fällen möglich, auch bei laufender Behandlung mit L-Thyroxin. Zwei Wege führen dahin: Entweder die Schilddrüse bleibt mitversichert und Sie zahlen einen Beitragszuschlag, oder sie wird über eine Klausel ausgenommen. Beides kommt vor, und welcher Weg es wird, entscheidet der einzelne Versicherer. Diese Seite zeigt, was die beiden Varianten für Sie bedeuten und warum die anonyme Voranfrage über das Ergebnis entscheidet.

anonym kostenfrei keine HIS-Spur
Hashimoto in der BUstabil eingestellt oft machbar
Zwei mögliche Wegeje nach Versicherer Zuschlag oder Ausschluss
Zuschläge aus der Praxiszwei reale Fälle 20 bis 40 %
Das Wichtigste in Kürze
  • Die BU ist mit Hashimoto in den meisten Fällen möglich. Das gilt auch bei laufender Behandlung mit L-Thyroxin und bei einer Über- oder Unterfunktion.
  • Zwei Wege führen dahin: Beitragszuschlag oder Ausschluss. Welcher es wird, hängt vom Umfang der Erkrankung und vom Versicherer ab. Beides kommt in unserer Beratungspraxis vor, eine feste Regel gibt es nicht.
  • Der Zuschlag ist für Sie der bessere Ausgang, weil die Schilddrüse mitversichert bleibt. In zwei realen Fällen lag er bei 20 Prozent und bei 30 bis 40 Prozent.
  • Ein einmal vereinbarter Ausschluss ist nicht endgültig. Bei über Jahre stabilem Verlauf lässt er sich in der Regel nachverhandeln.
  • Anonyme Voranfrage zuerst. Sie vermeidet einen HIS-Eintrag und findet den Anbieter mit den besten Bedingungen für Ihren Befund.

01 Hashimoto und BU: wie die Lage wirklich ist

Wer mit Hashimoto oder einer anderen Schilddrüsenerkrankung eine Berufsunfähigkeitsversicherung sucht, liest oft dieselbe Sorge: geht das überhaupt? Die Antwort ist in den meisten Fällen ja. Die Berufsunfähigkeitsversicherung geht mit einer Vorerkrankung anders um als die private Krankenversicherung. Die Krankenversicherung lehnt im Zweifel den gesamten Antrag ab. Die BU dagegen nimmt die einzelne Erkrankung über eine Ausschluss-Klausel aus dem Leistungsspektrum und kommt sonst normal zustande.

In der Praxis führen zwei Wege zum Vertrag, und beide kommen regelmäßig vor. Entweder die Schilddrüse bleibt mitversichert und Sie zahlen dafür einen Beitragszuschlag, oder sie wird über eine Klausel ausgenommen und Ihr Beitrag bleibt normal. Welcher Weg es wird, hängt vom Umfang der Erkrankung und vom jeweiligen Versicherer ab. Eine feste Regel, die vorher feststeht, gibt es nicht. Das gilt auch bei laufender Behandlung mit L-Thyroxin: Auch damit ist die BU regelmäßig zu bekommen. Die Einschätzungen auf dieser Seite stammen aus der Beratungspraxis von Elbland Finanz.

02 Wie die BU die Schilddrüse bewertet

Die Risikoprüfung schaut auf das Gesamtbild statt auf ein einzelnes Laborergebnis. Bei Schilddrüsenerkrankungen wiegen vor allem diese Punkte:

  • Funktionslage. Sind die Werte im Normbereich (euthyreot) und stabil, oder besteht eine Unter- oder Überfunktion? Eine ausgeglichene Funktion wird deutlich günstiger bewertet.
  • Medikation und Einstellung. Eine stabile Einstellung mit unveränderter L-Thyroxin-Dosis über längere Zeit spricht für einen ruhigen Verlauf. Häufige Dosisanpassungen deuten auf einen unruhigen Verlauf.
  • Verlauf und Kontrollen. Ein über Jahre dokumentierter stabiler TSH-Verlauf ist Ihr stärkstes Argument.
  • Begleitdiagnosen. Kommen weitere Erkrankungen dazu, verschiebt sich die Bewertung. Die isolierte Schilddrüse ist der einfachere Fall.

Diese Faktoren erklären, warum es keine pauschale Antwort gibt. Zwei Menschen mit derselben Diagnose können unterschiedliche Ergebnisse bekommen, vom Ausschluss über einen Zuschlag bis zur Normalannahme. Verlässlich einschätzen lässt sich das nur über eine anonyme Voranfrage bei mehreren Versicherern.

03 Ihre Konstellation: euthyreot, mit Medikation, in aktiver Phase

Euthyreote Hashimoto, nur Antikörper positiv, keine Funktionsstörung. Das ist die günstigste Ausgangslage. Wenn die Schilddrüse trotz nachweisbarer Antikörper normal arbeitet und keine oder kaum Medikation nötig ist, bewerten die Risikoabteilungen den Fall am mildesten. Das Ergebnis reicht von einer Annahme ohne Einschränkung über einen kleinen Zuschlag bis zu einem Ausschluss. Diese Spannbreite ist genau der Grund, mehrere Gesellschaften anonym anzufragen.

Manifeste Unterfunktion, mit L-Thyroxin stabil eingestellt. Auch das ist regelmäßig versicherbar, und die laufende Einnahme von L-Thyroxin ist dabei kein Hindernis. Je nach Versicherer führt der Weg über einen Beitragszuschlag oder über eine Ausschluss-Klausel. Entscheidend für eine gute Bewertung ist eine über längere Zeit unveränderte Dosis und ein ruhiger TSH-Verlauf.

Neu diagnostiziert oder in der Einstellungsphase. Solange die Werte noch schwanken und die Dosis angepasst wird, ist die Bewertung vorsichtiger. Oft lohnt es sich, eine stabile Einstellung abzuwarten und den Verlauf zu dokumentieren, bevor der Antrag gestellt wird.

04 Was die Ausschluss-Klausel konkret bedeutet

Der Ausschluss klingt zunächst nach einer Lücke, ist aber in der Praxis oft verkraftbar. Er bedeutet: Wird eine spätere Berufsunfähigkeit durch die Schilddrüsenerkrankung verursacht, zahlt der Versicherer für diesen Fall nicht. Jede andere Ursache einer Berufsunfähigkeit, ob Unfall, Rücken, Psyche oder eine ganz andere Erkrankung, bleibt voll versichert.

Ob die Klausel eng nur die Schilddrüse selbst erfasst oder weiter gefasst ist, unterscheidet sich zwischen den Anbietern. Genau diese Formulierung prüfen wir vor dem Abschluss, denn zwei Verträge mit demselben Beitrag können unterschiedlich breite Ausschlüsse enthalten.

Ein Ausschluss ist nicht für immer. Er lässt sich nachverhandeln, und das ist mehr als ein theoretischer Weg. Wenn Ihr Verlauf über Jahre stabil war und keine Probleme aufgetreten sind, gelingt es in der Regel, die Klausel auch nach längerer Zeit wieder aus dem Vertrag zu bekommen. Sprechen Sie das nach einigen ruhigen Jahren von sich aus an, statt auf den Versicherer zu warten. Wir übernehmen das für unsere Mandanten.

05 Basedow und Schilddrüsenüberfunktion nach Behandlung

Anders als bei Hashimoto liegt bei Morbus Basedow eine Überfunktion vor, und die Bewertung fällt spürbar strenger aus. Wurde die Erkrankung mit einer Radiojodtherapie oder einer Operation behandelt, läuft es in der Praxis auf einen Ausschluss oder eine Ablehnung hinaus. Die Tatsache, dass die aktive Erkrankung damit abgeschlossen ist, hilft weniger, als viele erwarten.

Gerade in dieser Konstellation sollten Sie keinen Direktantrag stellen. Eine Ablehnung wird dokumentiert und macht den nächsten Versuch schwerer. Die anonyme Voranfrage klärt vorab, welcher Versicherer Ihren Verlauf überhaupt annimmt und zu welchen Bedingungen.

06 Warum die anonyme Voranfrage über das Ergebnis entscheidet

Bei einer Vorerkrankung ist die Reihenfolge entscheidend. Wer direkt einen Antrag stellt und abgelehnt wird oder einen ungünstigen Ausschluss akzeptiert, hinterlässt eine Spur im Hinweis- und Informationssystem (HIS), das die Versicherer gemeinsam führen. Dieses System umfasst auch Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherungen. Der Eintrag ist für andere Gesellschaften sichtbar und erschwert jeden weiteren Versuch.

Die anonyme Voranfrage dreht den Ablauf um. Wir schildern Ihren Fall mehreren Versicherern, ohne Ihren Namen zu nennen, und holen verbindliche Einschätzungen ein. Erst wenn feststeht, wer Sie zu welchen Bedingungen annimmt, ob mit Ausschluss, mit Zuschlag oder ohne Einschränkung, stellen Sie den Antrag gezielt dort. So bekommen Sie die Bedingungen, die für Ihren Befund erreichbar sind, statt sie dem Zufall des ersten Antrags zu überlassen. Dieselbe Logik gilt für jede Vorgeschichte, etwa auch bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung trotz ADHS.

07 Was Sie jetzt tun sollten

Ein stabiler Verlauf ist Ihr wichtigstes Argument. Je besser Sie ihn belegen können, desto besser die Bewertung. Diese Schritte helfen:

  • TSH-Verlauf dokumentieren. Sammeln Sie die Werte der letzten Jahre. Eine über längere Zeit unveränderte L-Thyroxin-Dosis spricht für einen ruhigen Verlauf.
  • Nicht offen ins Blaue beantragen. Klären Sie zuerst anonym, wer Sie zu welchen Bedingungen annimmt, bevor ein Antrag und damit ein möglicher HIS-Eintrag entsteht.
  • Früh anfragen. Solange keine Begleitdiagnosen dazukommen, ist die isolierte Schilddrüse der einfachere Fall. Der frühe Abschluss lohnt sich, etwa auch für Physiotherapeuten oder andere Berufe mit erhöhtem Risiko.

08 Drei Mythen über die BU mit Schilddrüse

Klicken Sie eine Karte an, um die Wahrheit hinter dem Mythos zu sehen.

09 Häufige Fragen

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Hashimoto überhaupt möglich?
In den meisten Fällen ja. Schilddrüsenunterfunktion, Überfunktion, Hashimoto und auch die laufende Einnahme von L-Thyroxin sind versicherbar. Der Weg dahin führt je nach Versicherer über einen Beitragszuschlag oder über eine Ausschluss-Klausel für die Schilddrüse. Beides kommt in unserer Beratungspraxis vor, welcher Weg es wird, hängt vom Umfang der Erkrankung und vom jeweiligen Anbieter ab.
Bekomme ich mit euthyreoter Hashimoto (nur Antikörper, stabile Werte) eine BU ohne Ausschluss?
Das ist die Konstellation mit den besten Chancen und im Einzelfall zu klären. Wenn die Schilddrüsenwerte im Normbereich liegen, keine Funktionsstörung besteht und keine oder kaum Medikation nötig ist, bewerten die Risikoabteilungen den Fall günstiger. Ob das zu einer Normalannahme oder weiterhin zu einem Ausschluss führt, entscheidet der einzelne Versicherer. Genau deshalb lohnt die anonyme Voranfrage bei mehreren Gesellschaften.
Ausschluss oder Zuschlag: Was ist der Unterschied für mich?
Bei einem Ausschluss läuft die BU normal, nur eine Berufsunfähigkeit, die auf die Schilddrüse zurückgeht, ist nicht mitversichert. Bei einem Zuschlag bleibt die Schilddrüse mitversichert, Sie zahlen dafür einen höheren Beitrag. In zwei Fällen aus unserer Praxis lag dieser Zuschlag bei 20 Prozent und bei 30 bis 40 Prozent. Der Zuschlag ist für Sie in der Regel der bessere Ausgang, weil der Schutz vollständig bleibt. Eine Liste von Versicherern, die verlässlich das eine oder das andere tun, gibt es nicht: Die Entscheidung fällt fallabhängig und hängt teils sogar am einzelnen Risikoprüfer. Genau deshalb fragen wir mehrere Gesellschaften parallel an.
Was genau steckt in der Ausschluss-Klausel für die Schilddrüse?
Die Klausel nimmt eine Berufsunfähigkeit, deren Ursache in der Schilddrüsenerkrankung liegt, vom Versicherungsschutz aus. Alle anderen Ursachen einer Berufsunfähigkeit bleiben voll versichert. Wie eng oder weit die Formulierung im Einzelfall gefasst ist, unterscheidet sich zwischen den Anbietern und gehört zu den Punkten, die wir vor dem Abschluss für Sie prüfen.
Kann der Schilddrüsen-Ausschluss später wieder entfallen?
Ja, das ist realistisch. Ein einmal vereinbarter Ausschluss lässt sich nachverhandeln, und wenn Ihr Verlauf über Jahre stabil und beschwerdefrei war, gelingt das in der Regel auch noch nach längerer Zeit. Sie sollten den Ausschluss also nicht als endgültige Entscheidung betrachten. Sinnvoll ist, ihn nach einigen ruhigen Jahren aktiv anzusprechen, statt darauf zu warten, dass der Versicherer von sich aus darauf zukommt.
Muss ich Hashimoto im Antrag angeben?
Ja, immer. Sobald die Diagnose ärztlich gestellt ist, besteht Anzeigepflicht, auch wenn Sie euthyreot sind und keine Beschwerden haben. Auch die Einnahme von L-Thyroxin ist anzugeben. Wird die Schilddrüsenerkrankung verschwiegen und später bekannt, kann der Versicherer im Leistungsfall die Zahlung verweigern und vom Vertrag zurücktreten. Verschweigen ist deshalb nie eine Option.
Wie bewertet die BU eine Schilddrüsenüberfunktion oder Morbus Basedow?
Eine Über- oder Unterfunktion für sich genommen ist versicherbar, im Regelfall über einen Beitragszuschlag oder einen Ausschluss. Morbus Basedow wird deutlich strenger bewertet. Wurde er mit Radiojodtherapie oder einer Operation behandelt, läuft es in der Praxis auf einen Ausschluss oder eine Ablehnung hinaus. Das ist die Konstellation, bei der die anonyme Voranfrage am wichtigsten ist, weil ein Direktantrag hier schnell zu einer dokumentierten Ablehnung führt.
Warum ist die anonyme Voranfrage bei der BU so wichtig?
Wer offen einen Antrag stellt und abgelehnt wird oder einen ungünstigen Ausschluss akzeptiert, hinterlässt eine Spur im Hinweis- und Informationssystem (HIS), das die Versicherer gemeinsam führen und das auch Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherungen umfasst. Dieser Eintrag erschwert jeden weiteren Versuch bei anderen Gesellschaften. Die anonyme Voranfrage übermittelt Ihren Namen nicht und erzeugt deshalb keinen Eintrag. Sie klären vorab, wer Sie zu welchen Bedingungen annimmt, und stellen den Antrag erst dann gezielt.
Ist die anonyme Voranfrage kostenfrei?
Ja. Für Sie entstehen keine Kosten. Vergütet werden wir erst, wenn Sie sich für einen über uns vermittelten Vertrag entscheiden, über die Courtage des Versicherers. Die Voranfrage erzeugt keinen HIS-Eintrag, weil Ihr Name nicht übermittelt wird, und Sie können das Ergebnis ohne Nachteile ablehnen.
Max Eilert
Ihr Ansprechpartner

Max Eilert

Versicherungsmakler aus Dresden, spezialisiert auf private Krankenversicherung und Berufsunfähigkeit. „Bei der Schilddrüse ist die BU fast immer ein lösbarer Fall. Meist über einen Ausschluss, manchmal ohne. Mein Job ist, anonym den Anbieter mit den besten Bedingungen für Ihren Befund zu finden, bevor Sie irgendwo einen Antrag stellen."

10 Termin mit Max buchen oder anonyme Voranfrage starten

Zwei Wege führen zum Ziel: Buchen Sie ein kostenfreies Erstgespräch mit Max Eilert oder füllen Sie das Formular für die anonyme Risikovoranfrage aus. Wir fragen Ihre Schilddrüsen-Konstellation parallel bei mehreren Versicherern an, ohne Namensnennung und ohne Risiko eines HIS-Eintrags, und finden heraus, wer Sie zu den besten Bedingungen annimmt.

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Stand Juli 2026. Fachliche Einschätzungen aus der Beratungspraxis Elbland Finanz, keine medizinische oder rechtliche Beratung. Annahmeentscheidungen treffen die Versicherer im Einzelfall. Versicherungsmakler nach § 34d GewO. Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung.

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Wir fragen Ihre Konstellation anonym bei mehreren Versicherern an, ohne HIS-Eintrag, und finden heraus, wer Sie ohne Ausschluss annimmt oder wer statt Ausschluss lieber einen Zuschlag nimmt.

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