Die private Krankenversicherung lohnt sich bei gutem Gesundheitszustand, stabilem Einkommen und Eintrittsalter unter 45 in den meisten Fällen. Beitragsspannen 450-850 EUR brutto für Angestellte, Beamte 230-590 EUR über die Beihilfe-Mechanik. Wer zur PKV wechseln will, klärt seine Konditionen über die anonyme Risikovoranfrage vor dem Antrag. So entstehen keine HIS-Einträge und keine Ablehnungs-Risiken bei Folgeanträgen.
Was die PKV in 60 Sekunden leistet
Die private Krankenversicherung ersetzt für einen definierten Personenkreis die gesetzliche Krankenversicherung. Statt nach Einkommen wird der Beitrag nach Alter, Beruf und Gesundheitszustand kalkuliert. Im Gegenzug stehen erweiterte Leistungen zur Verfügung (über GKV-Niveau hinaus) und der Schutz bleibt im Alter durch Altersrückstellungen finanzierbar.
Wer in die PKV kann: Angestellte mit Brutto über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2026: 77.400 EUR), Selbstständige und Freiberufler ohne Beschränkung, Beamte über den Beihilfe-Anspruch und Studenten unter bestimmten Bedingungen. Wer drinbleibt, baut Altersrückstellungen auf. Wer wechselt, sollte Vorerkrankungen vorab klären.
Für wen lohnt sich die PKV?
Vier Konstellationen, in denen sich die PKV unterschiedlich verhält. Wählen Sie Ihre Situation aus, um direkt zur passenden Tiefe zu kommen.
Die persönliche Beitragsschätzung hängt von Alter, Beruf, Vorerkrankungen und Tarifbausteinen ab. Die folgenden Spannen stammen aus der Beratungspraxis von Max Eilert und zeigen typische Bandbreiten. Die konkrete Zahl liefert die anonyme Voranfrage.
Was kostet die PKV?
Beitragsspannen aus der Beratungspraxis von Max Eilert. Die echte Schätzung hängt von Alter, Beruf, Vorerkrankungen und gewählten Bausteinen ab, daher arbeiten wir mit anonymer Voranfrage.
Tarif-Stufen nach Leistungsniveau (35 Jahre, Angestelltentarif)
Einsteiger-/Grundschutz-Tarif
350-500 EUR
Komfort-Tarif
400-700 EUR
Premium-Tarif
600-900 EUR, mit Zusatzbausteinen bis ca. 1.000 EUR
Bruttobeitrag pro Monat. Der Arbeitgeberzuschuss senkt den Effektivbeitrag für Angestellte etwa um die Hälfte.
Beamte (Restkostentarif, 50 Prozent Beihilfe)
Beamte 35 Jahre (50 Prozent Beihilfe, Komfort)
230-380 EUR
Beamte 40 Jahre
280-430 EUR
Beamte 45 Jahre
340-500 EUR
Beamte 50 Jahre
410-590 EUR
Detaillierte Beamtentarife und Beihilfe-Sonderregeln auf PKV für Beamte.
Kinder
Kind im Angestelltentarif
120-250 EUR, häufig 150-180 EUR
Kind im Beihilfetarif Sachsen 90 Prozent (ab 2. Kind)
Der Vergleich PKV/GKV wird oft auf den monatlichen Beitrag verkürzt. In der Praxis bestimmen vier andere Faktoren die Entscheidung wesentlich:
Leistung statt Beitrag. PKV-Tarife arbeiten oberhalb des GOÄ-Höchstsatzes, GKV nur bis zur Regelversorgung. Stationär mit Einbettzimmer und Chefarzt ist in der GKV nur über Zusatzversicherung möglich, in der PKV Standard.
Beitragsentwicklung im Alter. GKV-Beiträge steigen mit Lohn und Inflation, PKV-Beiträge werden durch Altersrückstellungen finanziell stabilisiert (Aufbau in jungen Jahren, Entlastung im Alter).
Familien-Mitversicherung. GKV mitversichert Ehepartner und Kinder beitragsfrei (§ 10 SGB V), PKV jede Person mit eigenem Beitrag. Bei vielen Kindern wird die GKV attraktiver.
Eintritts-Hindernisse. Vorerkrankungen sind in der GKV irrelevant (Pflichtannahme), in der PKV bestimmen sie über Zuschlag, Ausschluss oder Ablehnung. Wie einzelne Diagnosen bewertet werden, steht in unserem Ratgeber zu PKV trotz Vorerkrankung. Den eigenen Gesundheitszustand klären Sie vor dem Antrag am besten mit einer anonymen Voranfrage.
PKV-Anbieter im Markt
In Deutschland sind 34 private Krankenversicherer am Markt. Elbland Finanz arbeitet mit 29 davon. Nicht dabei sind Gesellschaften, die ausschließlich über eigene Vertreter oder im Direktvertrieb verkaufen und daher für Makler nicht vermittelbar sind. Die folgende Übersicht zeigt unseren Pool. Welcher Anbieter zu Ihrem Profil passt, ergibt sich aus Alter, Gesundheitszustand und gewünschten Bausteinen.
29 PKV-Anbieter in unserem Maklerpool
Welche Anbieter zu Ihrem Profil passen, klärt die anonyme Risikovoranfrage. Der Markt arbeitet je nach Diagnose und Beruf sehr unterschiedlich.
Wie der Wechsel zur PKV funktioniert
Der Wechsel läuft in vier Schritten:
Eingangs-Prüfung. Liegt das Brutto-Einkommen über der JAEG (nur bei Angestellten relevant)? Ist der Gesundheitszustand stabil dokumentiert?
Anonyme Risikovoranfrage. Welche Anbieter nehmen zu welchen Konditionen an, mit welchen Zuschlägen oder Ausschlüssen?
Tarif-Auswahl. Welche Bausteine sind im konkreten Profil sinnvoll (Krankentagegeld, Beitragsentlastung, Auslands-Krankenrücktransport, Premium-Zahn)?
Klarnamen-Antrag und Wechsel-Stichtag. GKV-Mitgliedschaft kündigen, PKV-Antrag stellen, ggf. Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung der GKV nutzen.
Bestandskunden: Tarifwechsel oft günstiger als Neuabschluss
Wer schon länger in der PKV ist, kann oft 100 bis 250 EUR pro Monat sparen, wenn er innerhalb seines Versicherers in einen aktuelleren Tarif wechselt (§ 204 VVG, gleichwertige Leistung, keine erneute Gesundheitsprüfung). Das ist meist günstiger und einfacher als ein Anbieterwechsel.
Voraussetzung: gleichwertiges Tarifwerk im neuen Tarif, sonst gibt der Versicherer Mehrleistungs-Zuschläge zur Hand. Wir prüfen Ihren Bestandstarif kostenfrei und zeigen, welche Wechsel-Optionen ohne Risiko-Prüfung möglich sind. Steigt Ihr Beitrag, lohnt der Blick auf Ursachen und Gegenstrategien bei einer PKV-Beitragserhöhung.
Häufige Irrtümer
Beratung mit Max Eilert
Max Eilert ist Geschäftsführer von Elbland Finanz und seit über 10 Jahren PKV-Makler. Er begleitet pro Jahr rund 80 Wechsel- und Erstabschluss-Fälle, schwerpunktmäßig in Sachsen. Wer über einen PKV-Wechsel oder einen Erstabschluss nachdenkt, bucht direkt einen Termin oder ruft an.
Hinweis zum Datenschutz: Calendly verarbeitet beim Termin-Buchen Name und E-Mail
nach den hinterlegten Standards. Mehr in unserer
Datenschutzerklärung.
Häufige Fragen
Was kostet die private Krankenversicherung im Monat?
Die typische Beitragsspanne liegt bei Eintrittsalter 30-35 Jahre zwischen 450 und 700 EUR, häufig 540-620 EUR. Bei Eintritt 40-45 Jahre 600-850 EUR, häufig 680-780 EUR. Beamte zahlen durch die Beihilfe-Mechanik nur den Restkostenanteil und liegen je nach Alter zwischen 230 und 590 EUR. Kinder kosten typisch 120-180 EUR, in Sachsen mit Beihilfe ab dem zweiten Kind nur 30-40 EUR.
Wann lohnt sich die PKV?
Faustregel: Bei stabilem Einkommen, gutem Gesundheitszustand und Eintrittsalter unter 45 Jahren ist die PKV in den meisten Fällen wirtschaftlich attraktiv. Selbstständige können frei wählen, Angestellte müssen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen (2026: 77.400 EUR Brutto). Beamte profitieren besonders durch den Beihilfe-Anspruch.
Wie funktioniert eine anonyme Risikovoranfrage?
Wir geben Ihre Gesundheitsangaben und Ihr Profil verschlüsselt an mehrere Versicherer weiter, ohne dass Ihr Name dort ankommt. Sie bekommen eine verbindliche Rückmeldung über Zuschläge und Ausschlussklauseln, ohne dass im Hinweis- und Informationssystem (HIS) eine Anfrage-Spur entsteht. Ergebnis liegt typisch in 5 bis 10 Werktagen vor.
Kann ich aus der PKV zurück in die GKV?
Eingeschränkt. Angestellte können zurück, wenn das Brutto-Einkommen drei Jahre in Folge unter die JAEG fällt, bei Arbeitslosengeld-Bezug oder unter besonderen Voraussetzungen bis zum 55. Lebensjahr. Ab 55 Jahren ist die Rückkehr fast immer ausgeschlossen, Selbstständige können nur über Umwege (Anstellung mit Brutto unter JAEG).
Was bedeutet Paragraph 204 VVG?
Paragraph 204 VVG regelt den internen Tarifwechsel innerhalb der eigenen PKV-Gesellschaft. Wer schon länger in der PKV ist, kann oft 100 bis 250 EUR pro Monat sparen, wenn er in einen aktuelleren Tarif mit besserer Leistung wechselt. Voraussetzung: gleichwertige Leistung, keine erneute Gesundheitsprüfung.
Welche Tarif-Bausteine sind Pflicht in der PKV?
Mindestens: Ambulant über GOÄ-Höchstsatz, Stationär mit Einbettzimmer oder Zweibettzimmer plus Chefarzt, Zahn mit mindestens 70 Prozent Erstattung für Zahnersatz. Krankentagegeld ist Pflicht für Angestellte ab Tag 43 und für Selbstständige existenz-kritisch. Bausteine wie Auslands-Krankenrücktransport gehören ebenfalls in jeden seriösen Tarif.
Welche Vorerkrankungen sind in der PKV ein Problem?
Diabetes Typ 1 führt meist zur Ablehnung, Diabetes Typ 2 zu Zuschlag oder Annahme je nach Stabilität. Adipositas ab BMI 35, schwere Depressionen und rezidivierende psychische Erkrankungen sind kritisch. Bagatell-Diagnosen werden meist normal angenommen. Welche Diagnose wie bewertet wird, klärt die anonyme Risikovoranfrage im Einzelfall.
Kann ich mit Vorerkrankung trotzdem in die PKV?
Ja, je nach Diagnose und Versicherer. Beamte haben die Öffnungsaktion (maximal 30 Prozent Zuschlag, ohne Ausschlüsse, Frist 6 Monate nach Verbeamtung). Für alle anderen ist die anonyme Risikovoranfrage der Standard-Weg, um Zuschläge und Ausschlüsse vor dem Klarnamen-Antrag zu klären.
Was kostet die PKV im Alter?
Im Alter sinken die Beiträge über die Altersrückstellungen, die in jungen Jahren aufgebaut werden. Zusätzlich helfen Beitragsentlastungstarif (BET, 10-30 EUR pro Monat Aufpreis), Beitragsrückerstattung und der gesetzliche Zuschlag von 10 Prozent (§ 149 VAG). Für Rentner gibt es zudem die Möglichkeit, in den Basistarif zu wechseln (gedeckelter Höchstbeitrag).
Was passiert bei Beitragserhöhungen?
PKV-Beiträge werden jährlich angepasst, wenn Versicherer einen Auslosefaktor (typisch 10 Prozent Abweichung von der kalkulierten Gesundheitsausgabe) erreichen. Strategien: Tarifwechsel nach § 204 VVG, Selbstbehalt erhöhen, Beitragsrückerstattung mitnehmen. Eine unbegründete oder zu hohe Erhöhung lässt sich zudem rechtlich prüfen lassen.
Wir holen Angebote bei mehreren Versicherern parallel ein, anonym, ohne HIS-Eintrag. Sie entscheiden mit Klarheit, ohne Antrag und ohne Namens-Bindung an einen Versicherer.