Heilfürsorge PKV für Beamte

Polizei mit freier Heilfürsorge

Solange Sie im Dienst sind, trägt die Heilfürsorge Ihre Behandlungen. Mit dem Ruhestand endet sie, dann zahlt die Beihilfe 70 Prozent, und den Rest versichern Sie privat. Ob das ohne neue Gesundheitsprüfung geht, entscheidet eine Anwartschaft, die Sie während der Dienstzeit abschließen. Hier steht, welche zu Ihnen passt, warum die Frist schon mit dem Dienstbeginn läuft und was Ehepartner und Kinder brauchen.

anonym kostenfrei ohne Antrag
Frist der Öffnungsaktionab Beginn der Heilfürsorge, nur als Anwartschaft 6 Monate
Beitrag im Ruhestandpro Monat, nach heutiger Kalkulation 200 bis 300 €
Restkosten der Familie in SachsenEhepartner und Kinder, Beihilfe 90 % 10 %
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Heilfürsorge endet mit dem Ruhestand. Dann zahlt die Beihilfe 70 Prozent, den Rest versichern Sie privat. Ohne Anwartschaft heißt das: neue Gesundheitsprüfung mit Anfang 60.
  • Große Anwartschaft, wenn Sie sie bezahlen können, mindestens die kleine. Die kleine hält Ihren Gesundheitszustand fest, die große zusätzlich das Eintrittsalter.
  • Die Frist läuft ab Dienstbeginn. Mit Vorerkrankung nimmt Sie die Öffnungsaktion sechs Monate ab Beginn der Heilfürsorge garantiert auf, als Anwartschaft. Wer bis zur Pension wartet, hat diesen Weg verloren.
  • Ihre Familie fällt nicht unter die Heilfürsorge. In Sachsen trägt die Beihilfe für Ehepartner und Kinder 90 Prozent, beim Bund 70 und 80 Prozent. Der häufigste Fehler ist ein falsch angesetzter Beihilfesatz.

01 Heilfürsorge: was sie trägt und wann sie endet

Mit freier Heilfürsorge übernimmt Ihr Dienstherr Ihre Behandlungen direkt, ähnlich wie eine Krankenkasse. Für sich selbst brauchen Sie während der Dienstzeit keine Krankenversicherung. Von der allgemeinen Pflicht, krankenversichert zu sein, sind Sie im Umfang der Heilfürsorge befreit (§ 193 Abs. 3 VVG).

Wer Heilfürsorge bekommt, legt der Dienstherr fest. In Sachsen sind das die Beamten des Polizeivollzugsdienstes, der Feuerwehr-Laufbahnen und des Landesamts für Verfassungsschutz, seit Juli 2025 auch die Beamten im Justizvollzugsdienst. So regeln es das Sächsische Beamtengesetz und die Sächsische Heilfürsorgeverordnung. Beim Bund erhalten die Polizeivollzugsbeamten der Bundespolizei Heilfürsorge, Soldaten die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung (§ 70 und § 69a Bundesbesoldungsgesetz). Andere Länder regeln das teils anders, Ihre Personalstelle sagt Ihnen, was für Sie gilt.

Der Umfang richtet sich nach der gesetzlichen Krankenversicherung. Beim Zahnersatz etwa zahlt die sächsische Heilfürsorge die Festzuschüsse in voller Höhe, höchstens bis zu den Kosten der Regelversorgung (§ 7 Sächsische Heilfürsorgeverordnung). Was eine aufwendigere Versorgung mehr kostet, zahlen Sie selbst.

Entscheidend ist das Ende. In Sachsen sind Polizeibeamte heilfürsorgeberechtigt, „wenn und solange sie Besoldung erhalten“ (§ 135 Abs. 2 Sächsisches Beamtengesetz). Im Ruhestand bekommen Sie Versorgungsbezüge statt Besoldung, die Heilfürsorge fällt weg, und die Beihilfe tritt an ihre Stelle. Die meisten sächsischen Polizeibeamten gehen mit 62 in den Ruhestand, ab Besoldungsgruppe A 14 mit 64 (§ 139). Den Teil, den die Beihilfe dann nicht zahlt, müssen Sie versichern. Dafür gibt es die Anwartschaft.

02 Große oder kleine Anwartschaft: was Max Eilert Polizisten rät

Eine Anwartschaft ist ein ruhender Vertrag. Während der Dienstzeit leistet er nichts, sichert Ihnen aber das Recht, später ohne neue Gesundheitsprüfung in den versicherten Tarif zu wechseln. Es gibt sie in zwei Formen:

1
Kleine Anwartschaft

Sie hält Ihren Gesundheitszustand fest. Das Eintrittsalter läuft weiter, Alterungsrückstellungen entstehen nicht. Je nach Versicherer kostet sie etwa 1 bis 20 Euro im Monat.

2
Große Anwartschaft

Sie hält zusätzlich Ihr Eintrittsalter fest und baut Alterungsrückstellungen auf. Je nach Versicherer kostet sie etwa 40 bis 150 Euro im Monat.

Max Eilerts Empfehlung für Polizeibeamte: die große Anwartschaft, wenn Sie sie sich leisten können, mindestens aber die kleine. Die große ist deutlich teurer, weil sie Rückstellungen bildet. Sie zahlen also heute mehr und im Ruhestand weniger, bei der kleinen ist es umgekehrt. Max rechnet damit, dass sich die meisten Polizisten für die kleine entscheiden. Auch sie schützt Sie davor, dass eine Erkrankung aus der Dienstzeit Sie später den Zugang kostet.

Max Eilert zur Anwartschaft

„Dem Polizeibeamten rate ich, wenn er es sich leisten kann, zu einer großen Anwartschaft, im Mindesten aber auf jeden Fall die kleine.“

Für einen jungen Polizeibeamten, der heute eine Anwartschaft abschließt, liegt der Beitrag im Ruhestand nach heutiger Kalkulation bei etwa 200 bis 300 Euro im Monat. Wie viel davon die Form der Anwartschaft ausmacht, hängt vom Tarif ab. Das rechnen wir im Einzelfall durch.

Eine Anwartschaft gilt für die Tarife, die Sie heute wählen, und bei dem Versicherer, bei dem Sie sie abschließen. Ein späterer Wechsel bedeutet eine neue Gesundheitsprüfung. Prüfen Sie deshalb schon heute, was der Tarif im Ruhestand leistet, etwa bei Zahnersatz, Hilfsmitteln und im Krankenhaus. Mehr zu beiden Formen steht auf unserer Seite zur Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung.

03 Heilfürsorge-Check: Ihre Frist und Ihre Anwartschaft

Drei Angaben reichen. Dann sehen Sie, bis wann die Frist der Öffnungsaktion läuft und welche Anwartschaft zu Ihnen passt.

Heilfürsorge-Check

Ihre Frist

Frist läuft, mit Vorgeschichte

Lassen Sie zuerst anonym prüfen, ob ein Versicherer Ihre Anwartschaft regulär annimmt. Gelingt das nicht, bleibt die Öffnungsaktion: Aufnahme garantiert, keine Leistungsausschlüsse, Zuschlag höchstens 30 Prozent, nach unserer Erfahrung in voller Höhe. Der Antrag muss vor dem Fristende beim Versicherer liegen.

Frist läuft, ohne Vorgeschichte

Die Öffnungsaktion brauchen Sie nicht. Schließen Sie die Anwartschaft mit normaler Gesundheitsprüfung ab, solange Ihre Akte leer ist. Jede Diagnose aus den kommenden Dienstjahren müssten Sie bei einem späteren Antrag angeben.

Frist vermutlich vorbei, mit Vorgeschichte

Die Öffnungsaktion steht Ihnen nach dieser Rechnung nicht mehr offen. Mit Vorerkrankungen ist eine Aufnahme schwer, und wenn sie gelingt, oft nur zu schlechten Bedingungen. Wie die Versicherer Ihre Vorgeschichte bewerten, klären wir anonym, bevor Sie einen Antrag stellen.

Frist vermutlich vorbei, ohne Vorgeschichte

Das ändert für Sie wenig. Die Anwartschaft mit normaler Gesundheitsprüfung steht Ihnen offen. Schließen Sie sie ab, solange keine Diagnose dazwischenkommt.

Die Heilfürsorge beginnt erst

Planen Sie den Antrag so, dass er kurz nach Beginn der Heilfürsorge beim Versicherer liegt. Haben Sie eine Vorgeschichte, lassen Sie vorher anonym prüfen, ob eine reguläre Aufnahme möglich ist. Dann haben Sie die sechs Monate als Reserve.

Beginn noch unklar

Die sechs Monate laufen ab dem Tag, an dem Ihr Anspruch auf Heilfürsorge beginnt, bei Anwärtern meist mit der Ernennung. Das Datum steht in Ihren Einstellungsunterlagen, Ihre Personalstelle nennt es Ihnen.

Ihre Anwartschaft

Große Anwartschaft

Sie hält Gesundheitszustand und Eintrittsalter fest und baut Alterungsrückstellungen auf. Sie zahlen heute mehr und im Ruhestand weniger. Das ist die Empfehlung von Max Eilert, wenn der Beitrag in Ihr Budget passt.

Kleine Anwartschaft

Sie hält Ihren Gesundheitszustand fest und kostet wenig. Das Eintrittsalter läuft weiter, der Beitrag im Ruhestand fällt höher aus. Mindestens diese Form sollten Sie haben, und nach Max Eilerts Erwartung wählen die meisten Polizisten sie.

Haben Sie Ehepartner oder Kinder? Für sie gilt die Beihilfe, mehr im Abschnitt Ehepartner und Kinder.

Orientierung, keine rechtsverbindliche Fristberechnung. Der Check rechnet vorsichtig: sechs Monate ab Beginn des Anspruchs, abzüglich eines Tages. Maßgeblich ist der Eingang des Antrags beim Versicherer. Ihre Angaben bleiben in Ihrem Browser und werden nicht übertragen.

Anwartschaft

Große oder kleine, und bei welchem Versicherer?

Wir vergleichen Anwartschaften zusammen mit dem Tarif, in den sie später übergehen. Bei einer Vorgeschichte fragen wir anonym an, ohne verbindlichen Antrag.

04 Die Frist: sechs Monate ab Beginn der Heilfürsorge

Mit einer Vorerkrankung ist die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer Ihr Sicherheitsnetz. Sie ist eine freiwillige Vereinbarung der teilnehmenden Versicherer. Für Beamte mit Heilfürsorge und für Soldaten mit truppenärztlicher Versorgung gilt sie nur in einer Form: als Anwartschaft für eine spätere Restkostenversicherung neben der Beihilfe.

Die Frist beträgt sechs Monate ab Beginn Ihres Anspruchs auf Heilfürsorge, „und nicht erst nach Ende der aktiven Dienstzeit und Wechsel in die Beihilfe“, wie der PKV-Verband ausdrücklich schreibt. Maßgeblich ist der Eingang des Antrags beim Versicherer. Bei Anwärtern beginnt die Heilfürsorge in der Regel mit der Ernennung, die Frist läuft also schon in der Ausbildung. Was Sie als Beamtenanwärter sonst beachten sollten, steht auf einer eigenen Seite.

Was die Öffnungsaktion zusagt:

  • Keine Ablehnung und keine Leistungsausschlüsse aus gesundheitlichen Gründen.
  • Zuschlag höchstens 30 Prozent des Beitrags. Wer über die Öffnungsaktion kommt, zahlt nach unserer Erfahrung den vollen Zuschlag.
  • Die Bedingungen gelten weiter für den Vertrag, in den die Anwartschaft später übergeht.
  • Beihilfeergänzungstarife sind nicht erfasst. Die prüft der Versicherer wie bei jedem anderen Antrag.

Ein Punkt wird oft übersehen: Die erleichterten Bedingungen gewährt nur der Versicherer, bei dem Sie den verbindlichen Erstantrag stellen, und bei einer Anwartschaft nur dieser eine. Mit der Öffnungsaktion legen Sie sich also auf den Versicherer fest, bei dem Sie mit Ihrer Vorerkrankung bleiben. Lassen Sie vorher anonym prüfen, ob ein Versicherer Sie auch regulär aufnimmt. Wie die Öffnungsaktion für Beamte im Einzelnen funktioniert, erklärt unser Ratgeber dazu.

Wer gesund ist, braucht die Öffnungsaktion nicht und schließt die Anwartschaft mit normaler Gesundheitsprüfung ab. Für Verträge aus der Öffnungsaktion zahlen die Versicherer keine Courtage. Wie wir diesen Fall abrechnen, besprechen wir vorher mit Ihnen.

05 Frist verpasst: was dann?

Diese Fälle gibt es, auch in unserer Beratung. Solange Sie gesund sind, ist das nach Max Eilerts Erfahrung kein Problem: Die Anwartschaft läuft dann über die normale Gesundheitsprüfung.

Schwierig wird es mit Vorerkrankungen, und die kommen mit den Dienstjahren. Polizisten treiben viel Sport, mit der Zeit kommen Rücken- und Gelenkleiden dazu, oft mit Physiotherapie. Wer erst dann einen Antrag stellt, ist sehr schwer unterzubringen, und wenn, dann zu schlechten Bedingungen. Einen einfachen Weg gibt es in diesem Fall nicht.

Max Eilert zur verpassten Frist

„Die sind ganz, ganz schwer unterzubekommen beziehungsweise unter hässlichsten Bedingungen.“

Was bleibt: Wir bereiten Ihre Vorgeschichte auf und legen sie ohne Ihren Namen mehreren Versicherern vor, über eine anonyme Risikovoranfrage ohne verbindlichen Antrag. Wie Versicherer Beschwerden am Bewegungsapparat einschätzen, steht im Ratgeber zur PKV trotz Rückenleiden. Nimmt Sie kein Versicherer regulär auf, muss Ihnen im Ruhestand ein Versicherer den Basistarif in der Variante für Beihilfeberechtigte anbieten (§ 193 Abs. 5 VVG, § 152 VAG). Seine Leistungen sind mit denen der gesetzlichen Kasse vergleichbar.

Voranfrage

Frist vorbei und eine Vorgeschichte in der Akte?

Wir legen Ihren Fall ohne Namen mehreren Versicherern vor und sagen Ihnen, wer Sie zu welchen Bedingungen nimmt. Erst dann entscheiden Sie über einen Antrag.

06 Ehepartner und Kinder: Beihilfe statt Heilfürsorge

Die Heilfürsorge gilt nur für Sie selbst. Ihr Ehepartner und Ihre Kinder bekommen über Sie Beihilfe, wenn sie dort berücksichtigungsfähig sind, und versichern den Rest über eine private Restkostenversicherung. Wie hoch dieser Rest ist, hängt von Ihrem Dienstherrn ab:

Beihilfe für Sachsen Bund (Bundespolizei, Bundeswehr)
Ehepartner ohne eigenen Beihilfeanspruch 90 Prozent, Restkosten 10 Prozent 70 Prozent, Restkosten 30 Prozent
Kinder 90 Prozent, Restkosten 10 Prozent 80 Prozent, Restkosten 20 Prozent
Sie selbst im Ruhestand 70 Prozent, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 90 Prozent 70 Prozent

Quellen: § 80 Abs. 7 Sächsisches Beamtengesetz (Fassung 1. August 2026), § 46 Abs. 2 Bundesbeihilfeverordnung, für Soldaten über § 31 Abs. 2 Soldatengesetz. Andere Länder haben eigene Sätze, den verbindlichen nennt Ihre Beihilfestelle.

Der häufigste Fehler ist nach Max Eilerts Erfahrung ein falsch angesetzter Beihilfesatz. Liegt der versicherte Anteil zu niedrig, bleibt bei jeder Rechnung ein Rest an Ihnen hängen. Liegt er zu hoch, zahlen Sie mehr Beitrag, ohne mehr erstattet zu bekommen, denn Beihilfe und Versicherung zusammen erstatten höchstens die tatsächlichen Kosten.

Berücksichtigungsfähig ist Ihr Ehepartner nur, wenn seine eigenen Einkünfte unter der Grenze Ihres Dienstherrn bleiben (in Sachsen § 80 Abs. 4 Sächsisches Beamtengesetz, beim Bund § 6 Bundesbeihilfeverordnung). Verdient er mehr oder ist er selbst gesetzlich pflichtversichert, bleibt es bei seiner eigenen Krankenversicherung.

Für Ehepartner und Kinder läuft die Gesundheitsprüfung ganz normal, außer über die Öffnungsaktion. Die steht Angehörigen sechs Monate lang offen, ab dem Zeitpunkt, ab dem sie bei der Beihilfe berücksichtigt werden, etwa ab der Heirat oder der Geburt. Voraussetzung ist, dass Sie selbst privat versichert sind oder eine Anwartschaft haben, und aufgenommen wird Ihr Angehöriger bei Ihrem Versicherer. Eine Anwartschaft öffnet diesen Weg also auch Ihrer Familie.

Bei Kindern ist die Kieferorthopädie der wichtigste Baustein. In Tarifen für Beamte und ihre Familien ist der Restkostenanteil dort in der Regel mitversichert. In Sachsen kostet der Restkostentarif eines Kindes nach unserer Erfahrung rund 30 bis 40 Euro im Monat. Mehr dazu auf unserer Seite zu den Kosten der PKV für Kinder.

In Sachsen können Sie für Ihre Angehörigen statt der Beihilfe auch eine pauschale Beihilfe beantragen, wenn sie gesetzlich oder privat voll versichert sind (§ 80a Abs. 8 Sächsisches Beamtengesetz). Die Entscheidung ist unwiderruflich. Rechnen Sie beide Wege vorher durch.

07 Wenn Sie den Dienst verlassen

Wer die Polizei verlässt, verliert mit der Besoldung auch die Heilfürsorge. Dann zeigt sich, wofür die Anwartschaft da ist: Sie lässt sich ohne neue Gesundheitsprüfung in eine Vollversicherung umwandeln. Die kleine bringt Ihren Gesundheitszustand vom Abschluss mit, die große zusätzlich Ihr damaliges Eintrittsalter.

Max Eilert zum Wechsel aus dem Dienst

„Die Anwartschaft lässt sich, wenn man die hat, ohne Gesundheitsprüfung in eine Vollversicherung umwandeln. Das ist der Hintergrund.“

Welcher Vertrag daraus wird, hängt am nächsten Schritt:

  • Angestellt mit Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 € im Jahr). Sie wandeln die Anwartschaft in eine private Vollversicherung um. Was die Grenze bedeutet, erklärt unsere Seite zur Jahresarbeitsentgeltgrenze.
  • Angestellt mit Gehalt darunter. Sie werden in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Ob die Anwartschaft in dieser Zeit weiterlaufen kann, regeln die Tarifbedingungen.
  • Selbstständig. Sie wählen frei und können die Anwartschaft umwandeln.

Melden Sie das Ende der Heilfürsorge sofort bei Ihrem Versicherer. Die Frist für die Umwandlung steht in den Tarifbedingungen Ihres Versicherers und ist kurz. Wer später kommt, riskiert eine neue Gesundheitsprüfung.

Mit Ihrem Ausscheiden entfällt auch die Beihilfe für Ihre Familie. Stellen Sie innerhalb von sechs Monaten einen Antrag, muss der Versicherer die Tarife Ihrer Angehörigen ohne Risikoprüfung und ohne Wartezeiten so aufstocken, dass die weggefallene Beihilfe ausgeglichen ist (§ 199 Abs. 2 VVG). Stammt Ihre eigene Anwartschaft aus der Öffnungsaktion, lässt sie sich genauso umwandeln. Der Zuschlag aus der Öffnungsaktion bleibt dabei nach unserer Erfahrung in der Regel bestehen.

08 Im Ruhestand: aus der Anwartschaft wird ein Beihilfetarif

Mit dem Ruhestand endet die Heilfürsorge, und die Beihilfe übernimmt. In Sachsen trägt sie für Versorgungsempfänger 70 Prozent, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 90 Prozent, beim Bund 70 Prozent. Für den Rest wird Ihre Anwartschaft zur Restkostenversicherung, ohne neue Gesundheitsprüfung.

Nach heutiger Kalkulation liegt der Beitrag dann bei etwa 200 bis 300 Euro im Monat. Das ist eine Näherung: Beiträge verändern sich bis zu Ihrem Ruhestand, und wie die Form der Anwartschaft hineinspielt, hängt vom Tarif ab. Ohne Anwartschaft stünden Sie mit Anfang 60 vor einer vollständigen Gesundheitsprüfung, mit allem, was sich in den Dienstjahren angesammelt hat.

Melden Sie den Beginn des Ruhestands rechtzeitig bei Ihrem Versicherer, damit die Restkostenversicherung am selben Tag beginnt wie die Beihilfe. Wie Beihilfe und private Krankenversicherung im Ruhestand für alle Beamten zusammenspielen, erklärt unser Ratgeber zur privaten Krankenversicherung für Beamte.

Ruhestand und Familie

Passt Ihr Tarif zu dem, was die Beihilfe später zahlt?

Wir prüfen Anwartschaft, Beihilfesatz und die Tarife Ihrer Familie zusammen, damit beim Wechsel in die Beihilfe keine Lücke bleibt.

09 Drei Annahmen zur Heilfürsorge im Check

Klicken Sie eine Karte an, um die Antwort zu sehen.

10 Häufige Fragen

Brauche ich mit freier Heilfürsorge eine private Krankenversicherung?
Während der Dienstzeit nicht, die Heilfürsorge trägt Ihre Behandlungen. Sie endet aber mit dem Ruhestand. Dann zahlt die Beihilfe in Sachsen und beim Bund 70 Prozent, den Rest müssen Sie versichern. Damit das ohne neue Gesundheitsprüfung geht, schließen Sie während der Dienstzeit eine Anwartschaft ab.
Große oder kleine Anwartschaft: was ist für Polizisten besser?
Max Eilert rät zur großen Anwartschaft, wenn Sie sie sich leisten können, mindestens aber zur kleinen. Die kleine hält Ihren Gesundheitszustand fest, die große zusätzlich das Eintrittsalter, und sie baut Alterungsrückstellungen auf. Mit der großen zahlen Sie heute mehr und im Ruhestand weniger. Nach Max Eilerts Erwartung entscheiden sich die meisten Polizisten für die kleine.
Was kostet eine Anwartschaft, und was zahle ich im Ruhestand?
Je nach Versicherer kostet die kleine Anwartschaft etwa 1 bis 20 Euro im Monat, die große etwa 40 bis 150 Euro. Im Ruhestand liegt der Beitrag für die Restkostenversicherung nach heutiger Kalkulation bei etwa 200 bis 300 Euro im Monat. Das sind Näherungswerte aus unserer Beratungspraxis, der genaue Betrag hängt von Tarif, Alter und Gesundheitszustand ab.
Bis wann muss ich die Anwartschaft über die Öffnungsaktion beantragen?
Innerhalb von sechs Monaten ab Beginn Ihres Anspruchs auf Heilfürsorge, bei Anwärtern meist ab der Ernennung. Maßgeblich ist der Eingang des Antrags beim Versicherer. Die Frist läuft nicht erst mit dem Ende der Dienstzeit. Über die Öffnungsaktion gibt es keine Ablehnung und keine Leistungsausschlüsse, der Zuschlag ist auf 30 Prozent begrenzt.
Ich habe die Frist verpasst. Komme ich noch in die private Krankenversicherung?
Wenn Sie gesund sind, ja, über die normale Gesundheitsprüfung. Mit Vorerkrankungen wird es schwer, und wenn eine Aufnahme gelingt, oft nur zu schlechten Bedingungen. Wir klären das über eine anonyme Risikovoranfrage, ohne verbindlichen Antrag. Nimmt Sie kein Versicherer regulär auf, muss Ihnen im Ruhestand ein Versicherer den Basistarif in der Variante für Beihilfeberechtigte anbieten.
Wie sind Ehepartner und Kinder eines Polizisten versichert?
Sie fallen nicht unter Ihre Heilfürsorge, bekommen aber über Sie Beihilfe, wenn sie dort berücksichtigungsfähig sind. In Sachsen trägt die Beihilfe für Ehepartner ohne eigenen Anspruch und für Kinder 90 Prozent, versichert werden 10 Prozent. Beim Bund sind es 70 Prozent für Ehepartner und 80 Prozent für Kinder. Die Gesundheitsprüfung läuft normal, außer über die Öffnungsaktion für Angehörige.
Was passiert mit der Anwartschaft, wenn ich den Polizeidienst verlasse?
Sie lässt sich ohne neue Gesundheitsprüfung in eine Vollversicherung umwandeln, wenn Sie privat versichert sein dürfen, etwa als Angestellter über der Versicherungspflichtgrenze oder als Selbstständiger. Melden Sie das Ende der Heilfürsorge sofort: Die Frist steht in den Tarifbedingungen Ihres Versicherers und ist kurz. Ein Zuschlag aus der Öffnungsaktion bleibt nach unserer Erfahrung in der Regel bestehen.
Was zahlt die Beihilfe im Ruhestand?
In Sachsen 70 Prozent, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 90 Prozent. Beim Bund 70 Prozent. Die übrigen 30 Prozent deckt die Restkostenversicherung, in die Ihre Anwartschaft übergeht. Die meisten sächsischen Polizeibeamten gehen mit 62 in den Ruhestand.
Gilt das auch für Feuerwehr, Justizvollzug und Bundeswehr?
Ja, für alle mit Heilfürsorge oder truppenärztlicher Versorgung. In Sachsen haben auch die Beamten der Feuerwehr-Laufbahnen und seit Juli 2025 die Beamten im Justizvollzugsdienst Heilfürsorge. Für Zeit- und Berufssoldaten gilt die Öffnungsaktion ebenfalls nur als Anwartschaft, mit Frist ab Beginn der truppenärztlichen Versorgung. Zeitsoldaten können sich nach dem Ende ihrer Dienstzeit auch freiwillig gesetzlich versichern.

11 Termin mit Max buchen oder anonyme Voranfrage starten

Buchen Sie ein kostenfreies Erstgespräch mit Max Eilert oder füllen Sie das Formular für die anonyme Risikovoranfrage aus. Geben Sie dort als Beruf „Beamter“ oder „Beamten-Anwärter“ an und schreiben Sie unter „Ergänzende Hinweise“, dass Sie Heilfürsorge haben und seit wann. Dann lässt sich Ihre Anfrage gleich richtig einordnen.

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Ihre Basics

Stand Oktober 2026. Fachliche Einschätzungen aus der Beratungspraxis Elbland Finanz, keine Rechts- oder Steuerberatung. Beitragsangaben sind Näherungswerte und hängen von Tarif, Eintrittsalter und Gesundheitszustand ab. Heilfürsorge und Beihilfe regeln Bund und Länder unterschiedlich; Angaben zu Sachsen nach dem Sächsischen Beamtengesetz (Fassung 1. August 2026) und der Sächsischen Heilfürsorgeverordnung, zum Bund nach Bundesbesoldungsgesetz und Bundesbeihilfeverordnung, zur Öffnungsaktion nach den Regeln des PKV-Verbands. Der Heilfürsorge-Check ist keine rechtsverbindliche Fristberechnung. Als Versicherungsmakler nach § 34d GewO werden wir bei der regulären Vermittlung über die Courtage des Versicherers vergütet. Verträge aus der Öffnungsaktion vergüten die Versicherer nicht; wie dieser Fall abgerechnet wird, besprechen wir vor einer Beauftragung mit Ihnen.

Erstgespräch

Klären wir Ihre Anwartschaft, solange die Frist läuft.

Wir prüfen große und kleine Anwartschaft gegen den Tarif, in den sie später übergeht, und fragen bei einer Vorgeschichte anonym an, ob ein Versicherer Sie regulär aufnimmt. Ohne verbindlichen Antrag.

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