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PKV-Beratung

Anonyme Risikovoranfrage PKV: Ablauf, Dauer + Kosten 2026

Mit einer anonymen Risikovoranfrage prüfen wir für Sie ohne Namensnennung, welche private Krankenversicherung Sie trotz Vorerkrankungen aufnimmt — und zu welchen Konditionen. So vermeiden Sie Einträge in HIS und Wagnisdatei und erhalten Klarheit vor dem offiziellen Antrag. Hier finden Sie Ablauf, Dauer (typisch 5–10 Werktage), Kosten (für Sie kostenfrei) und welche Diagnosen welche Annahme-Aussichten haben.

Mehr über Max
  • 2026 Fachberater für Finanzdienstleistungen · IHK Stuttgart
  • 2025 Spezialisierung private Krankenversicherung
  • 2024 Diplom-Ingenieur · TU Dresden
  • 2020 Fachmann für Finanzanlagen · IHK Berlin
  • 2018 Versicherungsfachmann · IHK Berlin
Vollständige Vita

Das Wichtigste in Kürze

Eine anonyme Risikovoranfrage ermöglicht die unverbindliche, namensfreie Vorab-Prüfung Ihrer Versicherbarkeit. Sie verhindert Einträge in HIS und Wagnisdatei und ist für Sie als Mandant kostenfrei. Die Bearbeitung dauert im Schnitt 5–10 Werktage. Nicht jeder PKV-Versicherer akzeptiert anonyme Voranfragen — typischerweise akzeptieren Continentale, Hallesche Krankenversicherung, AXA, Allianz, Alte Oldenburger, Signal Iduna und DKV. Sie lohnt sich besonders bei Vorerkrankungen, nach einer Ablehnung oder vor einem Anbieterwechsel.

Was ist eine anonyme Risikovoranfrage in der PKV?

Die anonyme Risikovoranfrage ist eine vorgeschaltete, unverbindliche Prüfung Ihrer Versicherbarkeit. Anders als beim regulären Antrag übermitteln wir Ihre personenbezogenen Daten (Name, Adresse, exaktes Geburtsdatum) nicht an die Versicherer. Wir nennen lediglich Geburtsjahr, Beruf, die gewünschte Tarifklasse und Ihre Gesundheitshistorie.

Der entscheidende Vorteil: Es entsteht kein Eintrag in der HIS-Datenbank (Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft) und keine Notiz in der Wagnisdatei. Da die Versicherer den Vorgang ohne Personenbezug nicht zuordnen können, bleibt eine eventuelle Ablehnung in der Voranfrage folgenlos für künftige Anträge.

Den regulären PKV-Antrag stellen Sie erst danach, und zwar gezielt bei dem Versicherer, der Sie zu den besten Konditionen aufnimmt. Gestellt wird die Voranfrage üblicherweise von einem Versicherungsmakler, der auf Anträge trotz Vorerkrankungen spezialisiert ist; die meisten Versicherer akzeptieren anonyme Anfragen nur über Vertriebspartner, nicht direkt vom Endkunden.

HIS-Datenbank
Zentrale Risikodatei der Versicherungswirtschaft. Erfasst auffällige Antragsverläufe und Schadensfälle.
Wagnisdatei
Versicherer-interner Pool für PKV-spezifische Risiko-Notizen.
Anonyme Voranfrage
Prüfung der Versicherbarkeit ohne Personenbezug. Erzeugt keine Einträge in HIS oder Wagnisdatei.

Wann lohnt sich eine anonyme Voranfrage?

In diesen vier Konstellationen macht die anonyme Voranfrage den entscheidenden Unterschied:

  1. Bei Vorerkrankungen — chronische Erkrankungen, psychische Diagnosen, Übergewicht, frühere Operationen. Detail-Ratgeber: PKV mit Vorerkrankung.
  2. Nach einer Ablehnung — wer schon einmal abgelehnt wurde, riskiert bei jedem weiteren Direktantrag automatische Folge-Ablehnungen.
  3. Vor dem ersten Wechsel in die PKV — Tarifsuche ohne Risiko, falls die Wunsch-Gesellschaft Sie nicht annimmt.
  4. Beim Wechsel zu einem anderen PKV-Anbieter — der Tarifwechsel innerhalb der gleichen Gesellschaft (§ 204 VVG) ist ohne Risikoprüfung; ein echter Anbieterwechsel braucht eine neue.

Für Antragsteller ohne Vorerkrankungen ist eine Voranfrage meist nicht nötig — der Direktantrag funktioniert ähnlich gut. Sie wird erst zum Mehrwert, sobald der erste Versicherer Bedenken haben könnte.

So läuft die anonyme Risikovoranfrage ab

Vier Schritte vom Erstkontakt bis zur Versicherer-Empfehlung:

1. Erfassung der Gesundheitsdaten

Wir erfassen gemeinsam alle relevanten medizinischen Informationen: Diagnosen, Krankenhausaufenthalte, Medikamente, abgeschlossene Therapien und Reha-Berichte. Die Abfragezeiträume entsprechen denen des späteren Antrags: ambulant 3 Jahre, stationär 5–10 Jahre, psychische Behandlungen bis zu 10 Jahre, Medikamente 1–3 Jahre.

2. Aufbereitung durch den Makler

Wir formulieren die anonyme PKV-Voranfrage sachlich und vollständig. Hintergrund-Informationen wie abgeschlossene Therapien mit aktueller Beschwerdefreiheit oder Reha-Verläufe ergänzen wir gezielt, weil sie die Annahme oft erleichtern. Personenbezogene Daten werden anonymisiert.

3. Anonymisierte Anfrage bei Versicherern

Wir senden die Anfrage parallel an mehrere Versicherer. Welche Anbieter angefragt werden, hängt von Ihrer Diagnose, Ihrem Beruf und Ihrer Tarif-Präferenz ab — nicht alle PKV-Versicherer akzeptieren anonyme Voranfragen (siehe weiter unten).

4. Auswertung der Rückmeldungen

Die Risikoprüfer der Versicherer prüfen anhand ihrer Annahmerichtlinien und melden eines von vier Ergebnissen:

  • Annahme ohne Einschränkungen — der Wunsch-Tarif ist für Sie verfügbar
  • Annahme mit Risikozuschlag — meist 10–50 % auf den Beitrag
  • Annahme mit Leistungsausschluss — bestimmte Krankheitsfolgen sind vom Versicherungsschutz ausgenommen
  • Ablehnung — der Versicherer schließt die Aufnahme aus

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Beantworten Sie in 4 Schritten Geburtsjahr, Beruf und Gesundheitshistorie. Keine personenbezogenen Daten an Versicherer, kein HIS-Eintrag, für Sie kostenfrei. Max Eilert meldet sich innerhalb von 24 Stunden mit den passenden Tarifoptionen.

Schritt 1 von 4

Ihre Basics

Wie lange dauert eine anonyme Risikovoranfrage?

Die fertige Auswertung einer anonymen PKV-Risikovoranfrage liegt in der Regel nach 5 bis 10 Werktagen vor. Standardfälle gehen oft schneller (3–7 Werktage), komplexe Fälle mit vielen Diagnosen oder Rückfragen der Risikoprüfer können bis zu 14 Werktage beanspruchen.

Typischer Zeitverlauf:

  • Tag 1: Erfassung Ihrer Gesundheitsdaten und Befundberichte
  • Tag 2–3: Aufbereitung der Voranfrage durch den Makler
  • Tag 4–8: Prüfung durch die Risikoprüfer der Versicherer (Standard 2–4 Werktage, komplex bis 5 Werktage)
  • Tag 9–10: Auswertung und Empfehlung an Sie

Beschleunigend wirken: vollständige Befundberichte gleich beim Erstkontakt, abgeschlossene Therapien mit aktueller Beschwerdefreiheit und klar dokumentierte Diagnosen.

Verlängernd wirken: Rückfragen der Risikoprüfer, parallel laufende Behandlungen, sehr seltene Diagnosen oder Anfragen über Urlaubs- und Feiertagszeiten.

In Eilfällen — etwa kurz vor Ablauf der Versicherungspflichtgrenze zum Jahreswechsel — sprechen wir die Anfrage telefonisch vor und können auf 3–5 Werktage verkürzen.

Was kostet eine anonyme Risikovoranfrage?

Für Sie als Mandant ist die anonyme Risikovoranfrage kostenfrei. Wir berechnen weder Honorar noch Aufwandspauschale — auch dann nicht, wenn am Ende kein Vertragsabschluss zustande kommt.

Wie wir als Makler vergütet werden

Unsere Vergütung erfolgt ausschließlich über die Courtage des Versicherers, bei dem Sie später tatsächlich abschließen. Lehnen alle Gesellschaften ab oder entscheiden Sie sich gegen den Abschluss, entstehen Ihnen keine Kosten.

Was das für Sie bedeutet

  • Keine Vorab-Gebühr, keine versteckten Kosten, keine Bearbeitungsgebühr beim Versicherer.
  • Unsere Empfehlung ist unabhängig von der konkreten Courtage-Höhe — maßgeblich ist, welcher Tarif für Ihre Gesundheits- und Lebenssituation leistungsseitig und beitragsseitig am besten passt.

Abgrenzung zur Honorarberatung

Honorarberater verlangen typischerweise 150–500 Euro pro Stunde und verzichten dafür auf die Courtage. Wir arbeiten bewusst auf Courtage-Basis, weil so auch Mandanten mit kleinerem Beratungsbudget Zugang zu einer fundierten anonymen Voranfrage haben.

Typische Diagnosen und ihre Bewertung in der PKV

Jeder Versicherer bewertet Vorerkrankungen anders — die Bandbreite reicht von Annahme ohne Einschränkungen bis zur Ablehnung. Die folgende Übersicht zeigt branchenübliche Tendenzen aus unserer Beratungspraxis und ist kein Versprechen für Ihren Einzelfall. Was im konkreten Fall gilt, klärt die anonyme Voranfrage.

Diagnose Praxis-Bewertung
Diabetes Typ 1Praktisch immer Ablehnung — lebenslange Insulinpflicht und Folgekosten
Diabetes Typ 2 (auch ohne Insulin, ohne Folgeschäden)Praktisch immer Ablehnung
ADHS (mit oder ohne Medikation)Meist Ablehnung. Bei 1–2 Versicherern Annahme mit Leistungsausschluss möglich
ADHS + Komorbidität (Depression / Angst / Sucht)Praktisch immer Ablehnung
Depression abgeschlossen, ärztliche BeschwerdefreiheitAnnahme mit Zuschlag möglich, je nach Therapieabschluss
Schilddrüsen-Erkrankungen (Hashimoto, Unterfunktion)Meist Annahme mit kleinem Zuschlag bei stabiler Medikation
Leichtes Asthma (saisonal / belastungsabhängig)Zuschlag 15–40 %
Schweres Asthma (Anfälle, Hospitalisierung, Dauermedikation)Häufig Ablehnung
Übergewicht BMI < 25Meist Normalannahme
BMI 25–30Leichte Zuschläge 5–10 %, bei strikten Versicherern (Alte Oldenburger u. a.) auch höher
BMI 30–35 (Adipositas Grad I)Zuschläge bis 50 % möglich, je nach weiteren Vorerkrankungen
BMI > 35 (Adipositas Grad II + III)In der Regel Ablehnung

Die Bewertungen sind branchenübliche Tendenzen aus unserer Beratungspraxis. Die individuelle Annahme hängt vom Verlauf, der aktuellen Medikation, dem Beruf und vom Versicherer ab.

Anzeigepflicht und HIS-Datenbank: Was passiert bei Falschangaben?

Vor Vertragsabschluss fragt der private Krankenversicherer Ihre Gesundheitshistorie umfangreich ab. Das nennt sich vorvertragliche Anzeigepflicht (§ 19 VVG): Sie sind verpflichtet, alle gefahrerheblichen Umstände, nach denen der Versicherer fragt, wahrheitsgemäß anzugeben.

Abfragezeiträume — typische Praxis

  • Ambulante Arztbesuche: 3 Jahre
  • Stationäre Aufenthalte: 5–10 Jahre
  • Psychische Behandlungen: bis zu 10 Jahre
  • Medikamente: 1–3 Jahre oder aktuell
  • Sonderfälle: Die Continentale fragt unbegrenzt nach unbehandelten Beschwerden, die Debeka unbegrenzt nach bestehenden Krankheiten.

Folgen einer Anzeigepflichtverletzung

Die Rechtsfolgen ergeben sich aus § 19 VVG; die Fristen aus § 21 Abs. 3 VVG (jeweils gerechnet ab Vertragsschluss).

Fall Folge
Einfache FahrlässigkeitKein Rücktritt; ggf. Vertragsanpassung mit Wirkung für die Zukunft (§ 19 Abs. 4 VVG)
Grobe FahrlässigkeitRücktritt oder Anpassung innerhalb von 5 Jahren
Vorsatz (nicht arglistig)Rücktritt innerhalb von 10 Jahren (§ 21 Abs. 3 S. 2 VVG)
Arglistige TäuschungAnfechtung innerhalb von einem Jahr ab Kenntnis, längstens 10 Jahre ab Vertragsschluss (§ 124 BGB i. V. m. § 21 Abs. 3 VVG) — Vertrag rückwirkend nichtig, Versicherungsleistungen sind rückforderbar; Prämien werden bilateral abgerechnet

HIS und Wagnisdatei

Das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS) ist die zentrale, branchenweite Risikodatenbank, in der ungewöhnliche Schadensfälle und problematische Antragsverläufe erfasst werden — insbesondere in der Lebens-, Berufsunfähigkeits- und Privaten Krankenversicherung. Mit Wagnisdatei sind die ergänzenden versicherer-internen Risikoprüfungs-Pools in der PKV gemeint — keine einzelne externe Datenbank, sondern die jeweils eigene Risiko-Aktenhaltung der Gesellschaft.

Bei der anonymen Voranfrage entsteht kein Eintrag in HIS oder Wagnisdatei, weil die Versicherer ohne Personenbezug nichts zuordnen können. Erst der reguläre Antrag mit Klarnamen kann zu einem Eintrag führen — daher der Sinn der Voranfrage.

Wer wissen will, ob bereits ein HIS-Eintrag besteht, kann beim aktuellen HIS-Betreiber Besurance HIS GmbH einmal jährlich eine kostenlose Selbstauskunft anfordern (DSGVO-Auskunftsrecht). Hinweis: Das HIS wurde bis 30.09.2025 von der informa HIS GmbH betrieben — seit 01.10.2025 ist Besurance HIS GmbH der zuständige Auskunftsdienst. Eine Übersicht zur Voranfrage aus Verbrauchersicht bietet die Verbraucherzentrale.

Wenn alle Versicherer in der Voranfrage ablehnen und keine Versicherbarkeit besteht, bleibt als gesetzliche Notlösung der Basistarif (§ 193 Abs. 5 VVG i. V. m. § 152 VAG — Kontrahierungszwang aller PKV-Versicherer) oder ein Verbleib in der GKV (sofern möglich).

Welche Versicherer akzeptieren anonyme Voranfragen?

In Deutschland gibt es 34 private Krankenversicherer. 29 davon haben wir in unserem Bestand. Fünf gehören gar nicht erst zum Bestand (Ausschließlichkeits- und Direktvertriebe). Von den 29 im Bestand lehnen weitere fünf anonyme Voranfragen grundsätzlich ab. Bleiben 24 Gesellschaften, die wir für Sie anonym anfragen können. Beide Einschränkungen erklären wir gleich darunter.

Unser PKV-Maklerpool

Allianz
Alte Oldenburger
ARAG
AXA
Barmenia
Concordia
Continentale
DEVK
DFV Deutsche Familienversicherung
Die Bayerische
DKV Deutsche Krankenversicherung
ENVIVAS
ERGO Direkt
Gothaer
Hallesche
HanseMerkur
INTER
LKH Landeskrankenhilfe
Mecklenburgische
Münchener Verein
Nürnberger
R+V
SDK Süddeutsche Krankenversicherung
Signal Iduna
UKV Union Krankenversicherung
uniVersa
Versicherungskammer Bayern
vigo Krankenversicherung
Württembergische

Welche dieser Gesellschaften wir konkret für Ihre Voranfrage anschreiben, hängt von Ihrem Einzelfall ab. Die Auswahlkriterien stehen weiter unten.

Warum Versicherer mit reinem Vertreter- oder Direktvertrieb nicht in unserem Bestand sind

Manche Versicherer vertreiben ihre PKV-Tarife ausschließlich über eigene Vertreter (sogenannte Ausschließlichkeitsvertriebe) oder im Direktvertrieb, nicht über unabhängige Makler. Über diesen Weg bekommen Sie keinen anbieterübergreifenden, unabhängigen Vergleich. Eine Anfrage über deren Vertreter würde zwar formal anonym laufen, der Vertreter gilt aber nach § 70 VVG rechtlich als „Auge und Ohr des Versicherers". Sobald Sie dort vorstellig werden, gilt die Kenntnis Ihres Gesundheitszustands automatisch dem Versicherer zugerechnet, und der Personenbezug ist hergestellt. Echte Anonymität ist über diesen Weg daher nicht erreichbar. Wir konzentrieren die Voranfrage deshalb auf Anbieter mit Maklervertriebsweg, bei denen sowohl der unabhängige Vergleich als auch die Anonymität rechtlich Bestand haben.

Welche Versicherer im Bestand keine anonymen Voranfragen akzeptieren

Fünf Gesellschaften aus unserem Bestand lehnen anonyme Vorgänge grundsätzlich ab und setzen stattdessen einen Klarnamen-Antrag mit vollständiger Gesundheitserklärung voraus: DFV Deutsche Familienversicherung, ENVIVAS, ERGO Direkt, vigo Krankenversicherung und LKH Landeskrankenhilfe. Die Gründe sind unterschiedlich (Direktvertriebs-Marken ohne klassische Risikoprüfung für anonyme Vorgänge, Discount-Tarif-Strukturen, kleinere Spezialanbieter ohne entsprechende Bearbeitungskapazität), das Ergebnis ist dasselbe: für die anonyme Voranfrage stehen diese fünf nicht zur Verfügung. Für Sie als Mandant bedeutet das: wir wählen aus dem Bestand gezielt die 24 Gesellschaften aus, die in der Praxis eine echte anonyme Bewertung Ihres Falls anbieten. Die anderen fallen für die Voranfrage automatisch aus, ohne dass Ihre Daten je dorthin gegangen sind.

Auswahlkriterien für die Versicherer-Anfrage

Welche Versicherer für Sie angefragt werden, hängt ab von:

  • Ihrer Diagnose (manche Versicherer sind bei Schilddrüsen-Themen kulanter, andere bei Asthma)
  • Ihrem Beruf (z. B. Beihilfe-relevante Tarife für Beamte)
  • Ihrer Tarif-Präferenz (Komfort-Tarife vs. Einsteiger-Tarife)
  • regionaler Verfügbarkeit der Anbieter

In unserer Beratungspraxis fragen wir typischerweise 4–8 Versicherer parallel an, abgestimmt auf Ihren Fall.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was kostet eine anonyme Risikovoranfrage?

Für Sie als Mandant ist sie kostenfrei. Unsere Vergütung erfolgt über die Courtage des Versicherers, bei dem Sie später abschließen. Lehnen alle Versicherer ab oder schließen Sie keinen Vertrag, entstehen für Sie keine Kosten.

Wie lange dauert eine anonyme Risikovoranfrage?

Im Schnitt 5 bis 10 Werktage. Standardfälle gehen oft in 3 bis 7 Werktagen, komplexe Fälle mit vielen Diagnosen können bis zu 14 Werktage benötigen. In Eilfällen sprechen wir telefonisch vor und kommen auf 3 bis 5 Werktage.

Wer stellt die Risikovoranfrage: ich oder mein Makler?

In der Regel der Makler. Die meisten PKV-Versicherer akzeptieren anonyme Voranfragen nur über Vertriebspartner mit Maklervertrag. Sie als Endkunde liefern uns die Gesundheitsdaten, wir formulieren die Anfrage und kommunizieren mit den Versicherern.

Was unterscheidet eine anonyme von einer normalen Risikovoranfrage?

Bei der normalen Voranfrage geht Ihr Name mit. Lehnt der Versicherer ab, kann das einen Eintrag in HIS oder Wagnisdatei zur Folge haben, der spätere Anträge erschwert. Bei der anonymen Voranfrage bleibt Ihr Name draußen — der Versicherer kann den Vorgang nicht zu Ihnen zuordnen.

Welche Daten muss ich für eine Risikovoranfrage liefern?

Diagnosen der letzten 10 Jahre (psychisch und stationär) bzw. 3 Jahre (ambulant), Medikamenten-Liste, Krankenhausaufenthalte, abgeschlossene Therapien, Reha-Berichte. Plus Beruf, Geburtsjahr, Bundesland und Wunsch-Tarifklasse.

Wie viele Versicherer können gleichzeitig angefragt werden?

In der Praxis 4 bis 8 Versicherer parallel. Mehr ist möglich, lohnt sich aber selten — wir wählen vorab die Versicherer aus, die für Ihre Diagnose und Ihren Beruf realistisch sind.

Erscheint eine anonyme Voranfrage in HIS oder Wagnisdatei?

Nein. Da die Versicherer keine personenbezogenen Daten erhalten, können sie den Vorgang nicht zuordnen. Es entsteht kein HIS-Eintrag und keine Wagnisdatei-Notiz.

Was passiert, wenn alle Versicherer in der Voranfrage ablehnen?

Dann liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine schwere Vorerkrankung vor (z. B. Diabetes Typ 1, schweres Asthma, Adipositas Grad III). Optionen sind dann: Basistarif als gesetzliche Notlösung (§ 193 Abs. 5 VVG i. V. m. § 152 VAG — Kontrahierungszwang aller PKV-Versicherer), Wartezeit nach Therapieabschluss oder Verbleib in der GKV (sofern möglich). Wir beraten Sie zu der für Ihre Situation passenden Absicherung.

Kann ich nach der Voranfrage trotzdem einen offiziellen Antrag stellen?

Ja, das ist der Normalfall. Nach Auswertung der Voranfrage stellen Sie den offiziellen Antrag bei dem Versicherer, der Sie zu den besten Konditionen aufnimmt.

Hilft eine Voranfrage auch beim PKV-Tarifwechsel innerhalb derselben Gesellschaft?

Beim internen Tarifwechsel (§ 204 VVG) nicht — dort gibt es keine erneute Risikoprüfung. Bei einem Anbieterwechsel (Wechsel zu einer anderen PKV) ist die Voranfrage Pflicht-Werkzeug.

Was kostet ein Risikozuschlag in der PKV typischerweise?

Der Risikozuschlag liegt in der Regel zwischen 10 und 50 Prozent auf den Grundbeitrag. Bei BMI 25–30 typisch 5–10 Prozent, bei BMI 30–35 bis zu 50 Prozent. Bei Asthma 15–40 Prozent. Die exakte Höhe entscheidet der Versicherer auf Basis Ihrer konkreten Diagnose und Verlaufsdaten und unterscheidet sich zwischen den Gesellschaften erheblich. Bei einigen Diagnosen wie ADHS oder Diabetes Typ 1 und 2 ist statt eines Zuschlags allerdings die Ablehnung der Regelfall.

Was passiert, wenn ich Vorerkrankungen verschweige und der Versicherer es später erfährt?

Das ist eine Anzeigepflichtverletzung nach § 19 VVG. Bei einfacher Fahrlässigkeit ist Rücktritt ausgeschlossen; bei grober Fahrlässigkeit kann der Versicherer innerhalb von 5 Jahren ab Vertragsschluss anpassen oder zurücktreten. Bei Vorsatz (auch nicht-arglistig) gilt eine Frist von 10 Jahren. Bei arglistiger Täuschung kann der Versicherer den Vertrag anfechten — innerhalb von einem Jahr ab Kenntnis, längstens 10 Jahre ab Vertragsschluss (§ 21 Abs. 3 VVG i. V. m. § 124 BGB). Folge der Anfechtung: Vertrag rückwirkend nichtig, Versicherungsleistungen rückforderbar; gezahlte Prämien werden bilateral abgerechnet. Ehrlichkeit im Antrag ist also nicht nur Pflicht, sondern wirtschaftliches Eigeninteresse.

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Bei konkreten Diagnosen oder vor einem PKV-Wechsel ist die Vorab-Klärung der sicherste Weg, bevor Sie sich auf einen Versicherer festlegen. Zwei Wege, einer reicht: Termin direkt mit Max Eilert buchen oder anonyme Voranfrage ausfüllen. Auswertung in 5 bis 10 Werktagen, ohne HIS-Eintrag, kostenfrei.

Max Eilert, Geschäftsführer Elbland Finanz

Max Eilert

Geschäftsführer Elbland Finanz · Versicherungsmakler IHK

„Ich begleite jede anonyme Voranfrage persönlich von der ersten Datenerfassung bis zur Auswertung."

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