Krankentagegeld-Rechner für Privatversicherte: Tagessatz, Beitrag, GKV-Vergleich und BU-Lücke
Für privat Krankenversicherte und Selbstständige in der PKV. Sieben Eingaben, eine Live-Berechnung. Der Rechner zeigt Ihnen empfohlenen Tagessatz, indikative Beitragsspanne, den Vergleichswert zum gesetzlichen Krankengeld und die Lücke bis zur Berufsunfähigkeitsrente. Persönliche Tarifprüfung anschließend in der kostenfreien Beratung.
Krankentagegeld-Rechner 2026
Tagessatz, Beitrag, GKV-Vergleich und BU-Lücke berechnen
Sieben Eingaben. Live-Berechnung. Inklusive indikativer Beitragsschätzung und Vergleichswert zur gesetzlichen Krankenkasse. Persönliche Tarifprüfung über die Beratung.
Ihre Situation
Berufsunfähigkeitsversicherung vorhanden?
Ihr Einkommen
Ihre Wunsch-Karenz
Ab wann soll das Krankentagegeld zahlen? Längere Karenz senkt den Beitrag.
Ihr Ergebnis
Empfohlener Tagessatz84 €deckt 2.520 € pro Monat ab
Indikativer Beitrag25 €–37 €pro Monat, ohne Gesundheitsprüfung
GKV-Krankengeld zum Vergleich84 €pro Tag (GKV reicht in Ihrer Konstellation)
Übergang zur BU-RenteoffenOhne BU keine Anschluss-Absicherung nach Aussteuerung. Beratung empfohlen.
Wie wir rechnen: 90 % des verfügbaren Netto, geteilt durch 30. Der Bedarf ist unabhängig von der Karenz, nur der Beitrag verändert sich. Die Beitragsspanne ist eine interne Orientierungs-Heuristik, kein tarif- oder versichererspezifischer Wert; sie geht von einem Standard-Risiko ohne Vorerkrankungen und Berufsgruppen-Zuschlag aus. GKV-Vergleich nach Doppel-Formel (70 % Brutto oder 90 % Netto, je nachdem was niedriger ist, gedeckelt bei 135,63 € pro Tag in 2026).
Diese Berechnung ist eine indikative Schätzung. Der tatsächliche Beitrag hängt von Ihrer Gesundheitsprüfung, dem konkreten Tarif und individuellen Risikofaktoren ab. Endgültige Werte erhalten Sie nach Tarifprüfung in der persönlichen Beratung. Diese Schätzung stellt keine verbindliche Annahmegarantie dar.
Der Rechner kombiniert drei Faustformeln aus unserer Beratungspraxis mit einer Marktwert-Schätzung für den Beitrag und der Doppel-Formel für das gesetzliche Krankengeld. Die Logik ist bewusst transparent. Wir sehen lieber, wenn Sie eine Annahme hinterfragen, als wenn Sie eine Zahl unverstanden hinnehmen.
Tagessatz nach Berufsstatus
Selbstständige und beherrschende GmbH-Geschäftsführer: 90 Prozent vom verfügbaren Netto, geteilt durch 30. Die 90 Prozent decken Privatfixkosten, Rücklagen-Verbrauch und eine konservative Unterdeckung ab. Reine Betriebsausgaben sind im verfügbaren Netto bereits abgezogen.
Angestellte über der Jahresarbeitsentgeltgrenze und nicht-beherrschende GmbH-Geschäftsführer: Monatliches Netto plus PKV-Beitrag, geteilt durch 30. Der PKV-Beitrag läuft im Krankheitsfall weiter und muss mit abgesichert werden.
Beamte (Sonderfall): Bei Beamten auf Lebenszeit läuft die Besoldung im Krankheitsfall in der Regel weiter, ein klassisches Krankentagegeld ist daher nur in Sonderkonstellationen sinnvoll — etwa für Beamte auf Probe oder Widerruf, zur Überbrückung der Versorgungslücke bei drohender Dienstunfähigkeit oder bei privater Zusatzabsicherung über die Besoldung hinaus. Der Rechner liefert hier nur eine grobe Orientierung. Eine konkrete Empfehlung ergibt sich erst aus dem individuellen Beamtenstatus und der Beihilfeklasse.
Die Karenz ändert den empfohlenen Tagessatz nicht. Sie ändert nur, ab welchem Krankheitstag das Krankentagegeld zahlt und wie hoch der Beitrag dafür ist. Den finanziellen Bedarf bei längerer Arbeitsunfähigkeit beeinflusst sie nicht.
Indikativer Beitrag
Die Beitragsspanne ist eine interne Orientierungs-Heuristik. Sie geht von einem Standard-Risiko ohne Vorerkrankungen aus und ist nicht tarif- oder versichererspezifisch hergeleitet. Der angezeigte Bereich ±20 Prozent bildet die typische Streuung zwischen Tarifen ab, ersetzt aber keinen konkreten Tarifvergleich. Der tatsächliche Beitrag hängt von Gesundheitsprüfung, gewählten Klauseln und Versicherer-Kalkulation ab. Berufsgruppen-Zuschläge wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es im privaten Krankentagegeld in der Regel nicht.
GKV-Vergleichswert
Das gesetzliche Krankengeld berechnet sich nach einer Doppel-Formel: 70 Prozent vom Brutto oder maximal 90 Prozent vom Netto, je nachdem, welcher Wert niedriger ist. 2026 gilt zusätzlich ein Cap von rund 135,63 Euro pro Tag (70 Prozent aus der Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro im Monat, geteilt durch 30). Der Rechner zeigt den Vergleichswert pro Tag, damit die Lücke zur PKV-Empfehlung sichtbar wird. Bei höheren Einkommen ist diese Lücke oft der Hauptgrund für den Abschluss einer privaten Krankentagegeldversicherung.
BU-Lücke
Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung angeben, rechnet das Tool die Lücke zwischen Ihrem Krankentagegeld-Bedarf und einer typischen BU-Rente von 60 Prozent des Brutto-Einkommens. Diese 60 Prozent sind eine Schätzung, weil die tatsächliche BU-Rente in Ihrem Vertrag steht. In der Beratung gleichen wir den exakten Wert ab und prüfen, ob Ihr aktuelles Krankentagegeld die Übergangsphase zur Berufsunfähigkeit sauber überbrückt. Die Übergangsphase und ihre häufigsten Stolperfallen behandeln wir ausführlich in unserem Ratgeber zur Krankentagegeldversicherung in der PKV.
Karenz-Vergleichstabelle: Welche Karenz senkt welchen Beitrag?
Die Karenz ist die größte Stellschraube am Beitrag. Wer in den ersten Krankheitstagen finanziell selbst überbrückt, zahlt deutlich weniger. Das gilt aber nur, wenn die Reserven realistisch eingeschätzt sind. Wer im Notfall doch ab Tag 1 Geld bräuchte, spart auf dem Papier und steht in der Praxis ohne Liquidität da.
Karenz
Beitrag relativ zu Karenz 22
Geeignet für
Sofort (Leistung ab Tag 1)
+ 45 Prozent
Selbstständige ohne Liquiditäts-Puffer, Berufsausübungs-Gemeinschaften mit Vertretungskosten ab Tag 1
14 Tage Karenz (Leistung ab Tag 15)
+ 15 Prozent
Selbstständige mit knapper Rücklage für 2 Wochen, BAG-Ärzte mit Vertretungs-Klausel
22 Tage Karenz (Leistung ab Tag 23)
Basis (Unsere Empfehlung 2026 für Selbstständige)
Selbstständige mit 3-Wochen-Reserve, der häufigste Sweet-Spot in unserer Beratung
29 Tage Karenz (Leistung ab Tag 30)
− 15 Prozent
Selbstständige mit solider Monats-Rücklage und Beitrags-Optimierung
42 Tage Karenz (Leistung ab Tag 43)
− 35 Prozent
Angestellte über JAEG (Standard, parallel zum Ende der Lohnfortzahlung), GmbH-Geschäftsführer mit erweiterter Dienstvertrags-Klausel
Für Selbstständige liegt die häufigste Empfehlung 2026 bei Tag 22. Wer Tag 1 wählt, kauft sich Sicherheit, die in der Praxis meist überdimensioniert ist. Wer Tag 42 wählt, spart deutlich Beitrag, muss aber wissen, ob die eigene Liquidität wirklich sechs Wochen ohne Einkommen trägt. Die Karenzwahl ist eine der ersten Fragen in unserer Beratung.
Drei häufige Fehler beim Tagessatz
Die meisten Fehlberechnungen kommen nicht aus mangelndem Wissen, sondern aus dem Übersehen einer Position. Drei Muster sehen wir besonders oft.
Fehler 1: Brutto statt Netto als Basis
Wer als Selbstständiger seinen Brutto-Umsatz teilt durch 30, landet bei einem Tagessatz, den der Versicherer im Leistungsfall nicht zahlt. Krankentagegeld ist nach §4 Absatz 4 MB/KT auf das nachgewiesene Netto-Einkommen begrenzt. Der vereinbarte Tagessatz darf höher liegen als das tatsächliche Netto, im Leistungsfall wird aber gekürzt. Beitrag haben Sie für den höheren Wert trotzdem bezahlt. Die richtige Basis ist immer das verfügbare Netto nach Steuern, Sozialabgaben und Betriebsausgaben.
Fehler 2: PKV-Beitrag bei Angestellten vergessen
Wer in der privaten Krankenversicherung versichert ist, zahlt den Beitrag auch im Krankheitsfall weiter. Bei einem Netto von 3.000 Euro und einem PKV-Beitrag von 550 Euro brauchen Sie nicht 3.000 Euro Tagessatz-Äquivalent, sondern 3.550 Euro. Sonst frisst die eigene Krankenversicherung das Krankentagegeld auf. Im Rechner ist dieser Aufschlag automatisch berücksichtigt, sobald Sie Ihren PKV-Beitrag eintragen.
Fehler 3: GKV-Krankengeld nicht als Grundabsicherung mitgedacht
Wer freiwillig gesetzlich versichert ist und zusätzlich ein privates Krankentagegeld abschließt, braucht den Tagessatz nicht in voller Höhe des Nettos. Das gesetzliche Krankengeld füllt bereits einen Teil der Lücke, die private Versicherung muss nur die Differenz schließen. Beispiel: Bei 3.500 Euro Brutto zahlt die Krankenkasse rund 82 Euro pro Tag. Wer privat 130 Euro pro Tag absichern will, bezahlt für eine doppelte Absicherung. Der Vergleichswert im Rechner zeigt diese Lücke unmittelbar.
Wann der Rechner an seine Grenzen kommt
Der Rechner ist eine Orientierungs-Hilfe für gesunde Standard-Konstellationen. In fünf Situationen ist die persönliche Beratung Pflicht, weil der Rechner zu grob arbeitet:
Bestehende Vorerkrankungen: Sobald Diagnosen aus den letzten zehn Jahren relevant sein könnten, lohnt eine anonyme Risikovoranfrage bevor irgendein Antrag läuft.
GmbH-Geschäftsführer mit unklarem Status: Beherrschend, nicht-beherrschend, Statusfeststellung der DRV offen. Die Tagessatz-Berechnung ändert sich grundlegend mit dem sozialversicherungsrechtlichen Status. Vor Abschluss klären wir das mit Ihnen und nötigenfalls mit Ihrem Steuerberater.
Tagessatz über 200 Euro pro Tag: Ab dieser Größenordnung greift bei vielen Versicherern eine vertiefte Annahme-Prüfung. Ärztliche Untersuchung kann verlangt werden, die Bedingungswerk-Auswahl wird wichtiger als der Beitrag.
Kombination mit neuer Berufsunfähigkeitsversicherung: Beide Bausteine müssen abgestimmt sein, damit es im Übergang nicht zur AU-Klausel-Falle kommt. Wer beides zusammen aufbaut, sollte beides zusammen denken.
Tarifwechsel aus bestehendem Krankentagegeld: Bei einem internen Wechsel nach §204 VVG bleiben Altersrückstellungen erhalten. Bei einem externen Anbieterwechsel gehen sie verloren. Vor jedem externen Wechsel anonyme Voranfrage stellen.
Der Rechner ersetzt keine Beratung. Er hilft, mit einer realistischen Größenordnung in die Beratung zu gehen. Für eine konkrete Tarif- und Anbieter-Empfehlung benötigen wir Ihre vollständige gesundheitliche und berufliche Situation.
Häufige Fragen zum Krankentagegeld-Rechner
Die Fragen unten basieren auf den meistgesuchten Themen rund um Krankentagegeld-Rechner und Tagessatz-Berechnung.
Wie berechnet sich das Krankentagegeld?
Nach drei Faustformeln, je nach Berufsstatus. Selbstständige und beherrschende GmbH-Geschäftsführer: 90 Prozent vom verfügbaren Netto, geteilt durch 30. Angestellte über der Jahresarbeitsentgeltgrenze und nicht-beherrschende Geschäftsführer: monatliches Netto plus PKV-Beitrag, geteilt durch 30. Beamte: rund 28 Prozent vom Brutto, geteilt durch 30. Die Karenzwahl verändert den Tagessatz nicht, nur den Beitrag.
Was bedeutet Karenzzeit und welche sollte ich wählen?
Die Karenz ist die Wartezeit zwischen Beginn Ihrer Arbeitsunfähigkeit und der ersten Krankentagegeld-Zahlung. Üblich sind fünf Karenz-Stufen: sofort (Leistung ab Tag 1), 14, 22, 29 oder 42 Tage Karenz. Je länger die Karenz, desto niedriger der Beitrag. Für Angestellte sind 42 Tage Karenz der Standard, weil dann die Lohnfortzahlung endet. Selbstständige wählen meist 22 Tage Karenz, weil ab dann die Liquiditäts-Reserven knapp werden. 42 Tage Karenz senken den Beitrag gegenüber 22 Tagen um rund 35 Prozent.
Was ist der Unterschied zwischen gesetzlichem Krankengeld und Krankentagegeld?
Krankengeld ist eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkasse: 70 Prozent vom Brutto oder maximal 90 Prozent vom Netto, gedeckelt 2026 bei rund 135,63 Euro pro Tag, Bezugsdauer maximal 78 Wochen pro Krankheit. Krankentagegeld ist eine private Versicherung mit freier Höhe bis zum Netto, vollständig steuerfrei, ohne Progressionsvorbehalt und unbegrenzte Bezugsdauer. Privat Krankenversicherte haben keinen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld und brauchen Krankentagegeld zwingend.
Wie lange zahlt die private Krankenversicherung Krankentagegeld?
In der regulären PKV unbegrenzt, solange Sie nachweislich arbeitsunfähig sind. Die Leistung endet, sobald Sie wieder arbeitsfähig sind, eine Berufsunfähigkeit anerkannt wird (dann zahlt die BU-Rente) oder das vertraglich vereinbarte Endalter erreicht ist, meist mit Renteneintritt. Im PKV-Basistarif als Sozialtarif gilt die 78-Wochen-Grenze analog zur gesetzlichen Krankenkasse. Diese Bezugsdauer ist einer der wichtigsten Vorteile gegenüber dem gesetzlichen Krankengeld.
Wann zahlt die private Krankenversicherung kein Krankentagegeld?
In definierten Ausschluss-Fällen: bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, während Mutterschutz, bei Aufenthalt außerhalb Deutschlands (sofern keine Auslands-Klausel vereinbart), bei nicht anerkannter Heilbehandlung sowie wenn die Arbeitsunfähigkeit nicht ärztlich nachgewiesen ist. Auch die sogenannte AU-Klausel kann zur Falle werden: Wird die Berufsunfähigkeit rückwirkend anerkannt, fordern manche Tarife das gezahlte Krankentagegeld zurück. Welche Tarife diese Klausel kundenfreundlich regeln, prüfen wir in der Bedingungswerk-Analyse.
Wie viel Krankentagegeld brauche ich bei 2.000 Euro Netto?
Als Selbstständiger: 90 Prozent von 2.000 Euro geteilt durch 30 ergibt 60 Euro pro Tag. Als Angestellter über der Jahresarbeitsentgeltgrenze: 2.000 Euro plus rund 550 Euro PKV-Beitrag, geteilt durch 30, ergibt 85 Euro pro Tag. Beide Werte sind Orientierungs-Empfehlungen. Der tatsächliche Bedarf hängt von Ihrer Lebenshaltung, laufenden Fixkosten und Rücklagen ab. Den persönlichen Tagessatz inklusive Beitragsschätzung und GKV-Vergleich rechnet der Rechner oben in Echtzeit.
Kann ich Krankentagegeld bei Arbeitslosigkeit beziehen?
Nein. Krankentagegeld ist an die Ausübung einer Erwerbstätigkeit gekoppelt. Verlieren Sie Ihren Job, bleibt der Versicherungsvertrag formal bestehen, aber im Leistungsfall zahlt der Versicherer nicht, weil kein Erwerbseinkommen ausfällt. In der Arbeitslosigkeit übernimmt die Agentur für Arbeit das Risiko: Arbeitslose erhalten ab dem 43. Krankheitstag Krankengeld in Höhe des Arbeitslosengeldes. Für privat Krankenversicherte kann dies eine Lücke bedeuten, die in der Beratung gesondert besprochen werden sollte.
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Wählen Sie den Weg, der zu Ihrer Situation passt. Für gesunde Selbstständige und Angestellte ohne nennenswerte Vorerkrankungen ist der direkte Termin der schnellste Weg.
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