- Der Basisanteil ist unbegrenzt absetzbar (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG): die Beiträge für Leistungen auf gesetzlichem Niveau plus Pflegepflichtversicherung, auch über dem Höchstbetrag von 1.900 oder 2.800 Euro.
- Rund 85 Prozent der Prämie entfallen in der Praxis auf diesen Basisanteil. Der Versicherer ermittelt ihn nach einem gesetzlichen Punktesystem und meldet ihn elektronisch.
- Ein Arbeitgeberzuschuss wird voll abgezogen. Angestellte setzen den Basisanteil des ganzen Beitrags ab, abzüglich des gesamten steuerfreien Zuschusses.
- Komfortleistungen zählen meist nicht: Einbettzimmer, Chefarzt, Zahnersatz und Krankentagegeld fallen unter den Höchstbetrag für sonstige Vorsorge, der mit einer PKV fast immer schon ausgeschöpft ist.
- Vorauszahlung als Steuerhebel: bis zum Dreifachen des Jahresbeitrags im Voraus zahlen und im Zahlungsjahr absetzen. Am meisten bringt das Selbstständigen und Beamten.
Wir beraten als unabhängige Versicherungsmakler aus Sachsen Selbstständige, Angestellte, Beamte und Geschäftsführer aus ganz Deutschland zur privaten Krankenversicherung. Die steuerliche Seite ist dabei ein wichtiger Baustein, der die tatsächlichen Nettokosten Ihrer PKV spürbar senkt.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen zur steuerlichen Behandlung von PKV-Beiträgen nach dem Stand 2026. Er ist keine Steuerberatung und ersetzt sie nicht. Als Versicherungsmakler dürfen und wollen wir keine steuerliche Beratung im Einzelfall leisten. Für Ihre persönliche Situation wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.
01 Was Sie von der PKV absetzen können
Die Grundregel ist einfacher, als die meisten erwarten: Der Teil Ihrer PKV-Beiträge, der auf die Basisabsicherung entfällt, ist unbegrenzt als Sonderausgabe absetzbar. Geregelt ist das in Paragraph 10 Absatz 1 Nummer 3 Einkommensteuergesetz. Basisabsicherung meint die Leistungen, die dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen, zusammen mit der Pflegepflichtversicherung.
Wichtig ist das Wort unbegrenzt. Egal wie hoch Ihr Basisbeitrag ist, er ist in voller Höhe abziehbar. Die oft genannten Höchstbeträge von 2.800 oder 1.900 Euro deckeln ihn nicht, sie entscheiden nur darüber, ob neben dem Basisbeitrag noch andere Vorsorge zählt. Wie das zusammenspielt, zeigt Abschnitt 03.
02 Basisanteil und Komfortleistungen: wo die Grenze liegt
Eine PKV bietet in der Regel mehr als das gesetzliche Niveau. Genau dieser Mehrwert ist steuerlich der Knackpunkt. Das Finanzamt trennt Ihren Beitrag in zwei Teile.
- Basisanteil (absetzbar): alle Leistungen auf gesetzlichem Niveau plus Pflegepflichtversicherung. In der Praxis rund 85 Prozent der Prämie.
- Komfortanteil (meist ohne Wirkung): Einbettzimmer, Chefarzt oder Zweibettzimmer, Heilpraktiker, Zahnersatz, Implantate, Kieferorthopädie und Krankentagegeld. Diese Anteile zählen nur zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen.
Wie hoch der Basisanteil Ihres Tarifs ist, legt der Versicherer nicht frei fest. Die Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung gibt ein Punktesystem vor: Ambulante Leistungen ohne Heilpraktiker zählen 54,60 Punkte, das Krankenhaus ohne Wahlleistungen 15,11, die Zahnbehandlung ohne Zahnersatz 9,88. Einbettzimmer, Chefarzt, Heilpraktiker, Zahnersatz und Kieferorthopädie kommen zusammen auf 20,41 Punkte, die gehen ab. Ein Tarif mit allen Komfortleistungen hat deshalb einen Basisanteil von mindestens rund 80 Prozent. In unserer Beratung rechnen wir mit rund 85 Prozent, der genaue Wert steht in der Bescheinigung Ihres Versicherers. Ein eigener Krankentagegeldtarif zählt gar nicht zum Basisanteil, bei Selbstständigen liegt der Anteil an der Gesamtprämie deshalb oft niedriger.
Das Krankentagegeld ist auch sonst ein Sonderfall: Die Beiträge wirken sich meist nicht aus, dafür ist die Leistung steuerfrei. Wie das genau funktioniert, steht auf unserer Seite zur Frage, ob Krankentagegeld steuerpflichtig ist.
03 Höchstbetrag 1.900 oder 2.800 Euro: was er deckelt und was nicht
Der Höchstbetrag steht in § 10 Abs. 4 EStG. Er gilt für Kranken- und Pflegeversicherung und alle sonstigen Vorsorgeaufwendungen zusammen, also auch für Arbeitslosen-, Berufsunfähigkeits-, Unfall-, Haftpflicht- und Risikolebensversicherung.
| Wer | Höchstbetrag im Jahr |
|---|---|
| Selbstständige und Freiberufler, die ihre Krankenversicherung ohne Zuschuss und ohne Beihilfe zahlen | 2.800 € |
| Angestellte mit steuerfreiem Arbeitgeberzuschuss | 1.900 € |
| Beamte und Pensionäre mit Beihilfe | 1.900 € |
| Rentner mit Zuschuss der Rentenversicherung | 1.900 € |
| Zusammen veranlagte Ehepaare | Summe beider Beträge |
Entscheidend ist Satz 4 derselben Vorschrift: Liegen Ihre Basisbeiträge über dem Höchstbetrag, zieht das Finanzamt sie trotzdem in voller Höhe ab. Dafür fallen alle sonstigen Vorsorgeaufwendungen weg. Bei einem absetzbaren Basisbeitrag von 6.000 Euro im Jahr zählen also 6.000 Euro, aber weder der Komfortanteil noch die Beiträge zu Haftpflicht- oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit einer PKV liegt der Basisbeitrag fast immer über dem Höchstbetrag. Genau hier setzt die Vorauszahlung an, zu der wir in Abschnitt 11 kommen.
Der Rechner zeigt, was Ihre PKV nach Steuer kostet und ob neben dem Basisbeitrag noch Raum für andere Vorsorge bleibt.
Was Ihre PKV nach Steuer kostet
im Monat nach Steuer
Vereinfachte Rechnung nach § 10 EStG ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, keine Steuerberatung. Ihre Angaben bleiben in Ihrem Browser.
04 Selbstständige und Freiberufler
Für Selbstständige und Freiberufler ist die PKV-Absetzbarkeit besonders relevant, weil sie ihren Beitrag ohne Arbeitgeberzuschuss vollständig selbst tragen. Der gesamte Basisanteil ist als Sonderausgabe abziehbar, und zwar unbegrenzt. Bei einem Monatsbeitrag von 800 Euro sind das rund 8.160 Euro im Jahr, bei 42 Prozent Grenzsteuersatz spart das rund 3.400 Euro Steuer.
Als Betriebsausgabe zählt die PKV nicht, auch wenn Sie selbstständig sind: Sie gehört in die private Steuererklärung, Anlage Vorsorgeaufwand. Der Höchstbetrag von 2.800 Euro ist für die Basisabsicherung ohne Bedeutung, weil diese außerhalb der Grenze unbegrenzt zählt. Was nicht zählt, sind praktisch die Komfortanteile und die Beiträge zur Krankentagegeldversicherung. Wie Selbstständige den Tarif selbst wählen, steht auf unserer Seite zur privaten Krankenversicherung für Selbstständige.
05 Angestellte mit Arbeitgeberzuschuss
Angestellte in der PKV bekommen vom Arbeitgeber einen steuerfreien Zuschuss: die Hälfte ihres Beitrags, höchstens so viel, wie der Arbeitgeber bei gesetzlicher Versicherung zahlen würde. Für die Krankenversicherung sind das 2026 höchstens 508,59 Euro im Monat, für die Pflegeversicherung kommt ein eigener Zuschuss dazu. Bemessen wird der Zuschuss am ganzen Beitrag, Komfortleistungen eingeschlossen.
Steuerlich wird der Zuschuss in voller Höhe vom Basisbeitrag abgezogen, nicht anteilig. So hat es der Bundesfinanzhof entschieden (Urteil vom 2. September 2014, IX R 43/13), auch für Fälle, in denen der Zuschuss auf Komfortleistungen mitberechnet wurde. Ein Beispiel: Prämie 800 Euro im Monat, Basisanteil 85 Prozent, Zuschuss 400 Euro. Absetzbar sind 8.160 Euro minus 4.800 Euro, also 3.360 Euro im Jahr. Das liegt über dem Höchstbetrag von 1.900 Euro, sonstige Vorsorge wirkt sich damit nicht mehr aus.
Lohnsteuer: der Basisbeitrag kommt elektronisch
Ihr Versicherer meldet die Beiträge für das Folgejahr bis zum 20. November an das Bundeszentralamt für Steuern. Ihr Arbeitgeber ruft sie als elektronisches Lohnsteuerabzugsmerkmal ab, eine Papierbescheinigung brauchen Sie dafür nicht (§ 39 Abs. 4 Nr. 4 und Abs. 4a EStG). Auf der Gehaltsabrechnung steht der Wert als monatlicher Basisbeitrag zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Er mindert, abzüglich des Zuschusses, schon die monatliche Lohnsteuer. Ein pauschaler Mindestbetrag wird dabei nicht angesetzt, maßgeblich ist der gemeldete Beitrag.
Sie können der Übermittlung beim Versicherer widersprechen. Dann setzt der Arbeitgeber beim Lohnsteuerabzug keinen PKV-Beitrag an, und Sie holen die Steuer erst mit der Erklärung zurück. Stimmt der gemeldete Wert nicht, ist der Versicherer Ihr Ansprechpartner. Wie sich die PKV für Angestellte insgesamt rechnet, zeigt unsere Seite zur privaten Krankenversicherung für Angestellte.
Unsicher, welcher Teil Ihrer PKV wirklich absetzbar ist?
Wir ordnen Ihre Tarif- und Beitragssituation ein und prüfen mit Ihnen, wie hoch Ihr absetzbarer Basisanteil tatsächlich ist.
06 Beamte mit Beihilfe
Beamte versichern in der PKV nur den Teil der Kosten, den die Beihilfe nicht übernimmt, ohne Kinder meist 50 Prozent, mit Kindern und im Ruhestand weniger. Einen Zuschuss zum Beitrag gibt es nicht, und die Beihilfe selbst wird nicht gegengerechnet. Absetzbar ist der Basisanteil dessen, was Sie selbst zahlen, unbegrenzt. Der Höchstbetrag liegt wegen des Beihilfeanspruchs bei 1.900 Euro.
Bei 300 Euro Monatsbeitrag und 85 Prozent Basisanteil sind das 3.060 Euro im Jahr, mehr als der Höchstbetrag. Anwärter oder Pensionäre mit einem günstigen Restkostentarif liegen manchmal darunter. Dann bleibt bis 1.900 Euro Raum für sonstige Vorsorge, etwa eine Dienstunfähigkeits- oder Haftpflichtversicherung. Auch der Dienstherr ruft den gemeldeten Basisbeitrag elektronisch ab und berücksichtigt ihn schon bei der monatlichen Lohnsteuer.
Weil kein Zuschuss gegengerechnet wird, lohnt sich für Beamte auch die Vorauszahlung eher als für Angestellte. Was die PKV Beamte im Monat kostet, steht auf unserer Seite zu den Kosten der PKV für Beamte, die Grundlagen zur Beihilfe im Ratgeber zur privaten Krankenversicherung für Beamte.
Beamter oder Anwärter? Rechnen wir Beihilfe, Tarif und Steuer zusammen.
Wir zeigen Ihnen, welcher Restkostentarif zu Ihrem Beihilfesatz passt und was er nach Steuer kostet.
07 GmbH-Geschäftsführer
Bei GmbH-Geschäftsführern hängt die steuerliche Behandlung von der Anstellungs- und Beteiligungssituation ab. Ein angestellter, nicht beherrschender Geschäftsführer wird wie ein Arbeitnehmer behandelt: steuerfreier Zuschuss durch die GmbH, der voll vom Basisbeitrag abgezogen wird, Höchstbetrag 1.900 Euro. Der beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer ist in der Regel nicht sozialversicherungspflichtig. Zahlt die GmbH ihm trotzdem einen Zuschuss, ist das in der Regel steuerpflichtiger Arbeitslohn, weil keine gesetzliche Pflicht dazu besteht. Der Zuschuss mindert dann die Sonderausgaben nicht, und der Höchstbetrag bleibt bei 2.800 Euro.
Diese Konstellationen sind individuell und sollten mit dem Steuerberater abgestimmt werden, gerade in Verbindung mit der Gehalts- und Ausschüttungsstruktur der GmbH. Für Geschäftsführer, die Vermögen steuerlich klug aus der Gesellschaft entnehmen wollen, ist die Krankenversicherung nur ein Baustein von mehreren.
08 Kinder und Ehepartner
Beiträge für Ihre Kinder setzen Sie wie eigene ab, wenn Sie Versicherungsnehmer sind. Ist das Kind selbst Versicherungsnehmer, etwa im Studium, können Sie seine Basisbeiträge trotzdem absetzen, solange Sie Kindergeld oder den Kinderfreibetrag bekommen und die Beiträge über Unterhalt tragen (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 EStG). In der Steuererklärung brauchen Sie dafür die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes. Abziehbar sind die Beiträge nur einmal, bei Ihnen oder beim Kind. Der Höchstbetrag wächst durch Kinder nicht, die Basisbeiträge zählen aber auch hier unbegrenzt. Was die PKV für Kinder kostet, steht auf unserer Seite zu den Kosten der privaten Krankenversicherung für Kinder.
Eine beitragsfreie Mitversicherung wie in der gesetzlichen Kasse gibt es in der PKV nicht, jeder Ehepartner zahlt einen eigenen Beitrag. Bei Ehepaaren, die zusammen veranlagt werden, addieren sich die Höchstbeträge, etwa 2.800 Euro für den selbstständigen und 1.900 Euro für den angestellten Ehepartner.
09 Beitragsrückerstattung und Selbstbehalt
Viele Tarife zahlen einen Teil der Beiträge zurück, wenn Sie ein Jahr lang keine Rechnungen einreichen. Steuerlich hat das einen Haken: Die Rückerstattung mindert im Jahr, in dem sie ausgezahlt wird, Ihre absetzbaren Basisbeiträge, soweit sie auf den Basisanteil entfällt (Bundesfinanzhof, Urteil vom 6. Juli 2016, X R 6/14). Netto ist sie also weniger wert, als auf dem Brief steht.
Ob es sich lohnt, eine Rechnung selbst zu zahlen, rechnen Sie so: Rückerstattung minus Basisanteil der Rückerstattung mal Grenzsteuersatz. Bei 1.200 Euro Rückerstattung, 85 Prozent Basisanteil und 42 Prozent Steuersatz bleiben rund 772 Euro. Liegen Ihre Rechnungen im Jahr darunter, lohnt das Selbstzahlen, liegen sie darüber, reichen Sie besser ein. Die selbst bezahlten Rechnungen sind dabei keine Sonderausgaben (Bundesfinanzhof, Urteil vom 29. November 2017, X R 3/16).
Ähnlich beim Selbstbehalt: Er ist kein Beitrag und zählt nicht als Sonderausgabe (Bundesfinanzhof, Urteil vom 1. Juni 2016, X R 43/14). Als außergewöhnliche Belastung wirkt er nur, soweit Ihre gesamten Krankheitskosten im Jahr die zumutbare Belastung übersteigen, je nach Einkommen und Familie 1 bis 7 Prozent der Einkünfte. Werden Ihnen als Arbeitnehmer mehr als 410 Euro Basisbeiträge erstattet, müssen Sie in der Regel eine Steuererklärung abgeben (§ 46 Abs. 2 Nr. 3 EStG).
10 Wechsel-Check: erst der Vertrag, dann der Steuervorteil
Absetzbar ist nur, was Sie tatsächlich zahlen. Wer noch gesetzlich versichert ist, klärt deshalb zuerst, ob der Wechsel offensteht und zu welchem Termin er greift. Der Check fragt Status, Einkommen, Familiensituation und Wunschtermin ab. Max Eilert antwortet mit der Einordnung für Ihren Fall.
Ihre Ausgangslage
Sechs Angaben genügen, damit Max Eilert einordnen kann, ob und zu welchem Termin der Wechsel in die private Krankenversicherung bei Ihnen möglich ist.
11 Beiträge vorauszahlen: der unterschätzte Steuerhebel
Der wirksamste Hebel in der PKV-Steuer ist die Vorauszahlung. Sie dürfen Ihre Basisbeiträge zur Kranken- und Pflegepflichtversicherung für künftige Jahre im Voraus zahlen und im Jahr der Zahlung absetzen, bis zum Dreifachen des Jahresbeitrags (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 5 EStG). Was darüber hinausgeht, zählt erst in den Jahren, für die es gezahlt wurde. Die Grenze rechnet sich aus den Basisbeiträgen des Zahlungsjahres, für Kranken- und Pflegeversicherung getrennt.
Warum das Steuern spart
Der Effekt liegt in den Folgejahren. In den Jahren, für die Sie vorausgezahlt haben, zahlen Sie keine laufenden Basisbeiträge mehr. Dadurch wird der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen frei, der sonst durch den Basisbeitrag blockiert ist. In diesen Jahren können Sie dann andere Vorsorgeaufwendungen absetzen, die sonst steuerlich verpuffen: Beiträge zur Berufsunfähigkeits-, Haftpflicht-, Unfall- oder Risikolebensversicherung.
So läuft die Vorauszahlung ab
Die Vorauszahlung vereinbaren Sie mit Ihrem Versicherer. Zahlen Sie spätestens am 21. Dezember: Was zwischen dem 22. und 31. Dezember fließt und kurz vor oder nach dem Jahreswechsel fällig ist, ordnet das Finanzamt dem Folgejahr zu (§ 11 Abs. 2 EStG). Ändert sich durch die Vorauszahlung Ihr Lohnsteuerabzug, meldet der Versicherer die neuen Werte bis Ende Februar nach.
Für wen sich die Vorauszahlung lohnt
Sinnvoll ist sie vor allem für Selbstständige und Beamte, die ihren Beitrag ohne Zuschuss zahlen und in einem Jahr ein hohes zu versteuerndes Einkommen haben. Selbstständige mit schwankendem Einkommen nutzen sie gezielt in einem starken Jahr. Für Angestellte lohnt sie sich seltener: Der Arbeitgeberzuschuss fließt in den vorausbezahlten Jahren weiter und gilt dort als Erstattung. Weil in diesen Jahren keine Basisbeiträge anfallen, mit denen er verrechnet werden kann, wird der Überhang Ihrem Einkommen hinzugerechnet (§ 10 Abs. 4b EStG). Dasselbe gilt für eine Beitragsrückerstattung in einem vorausbezahlten Jahr. Ob und in welcher Höhe sich die Vorauszahlung rechnet, hängt von Ihrer Steuersituation ab und ist eine Frage für Ihren Steuerberater.
12 Beispielrechnung
Eine selbstständige Person zahlt monatlich 800 Euro für die private Kranken- und Pflegeversicherung, also 9.600 Euro im Jahr.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Jahresbeitrag gesamt | 9.600 € |
| Absetzbarer Basisanteil (85 %) | 8.160 € |
| Steuerersparnis bei 42 % Grenzsteuersatz | rund 3.427 € |
Die tatsächlichen Nettokosten der PKV liegen in diesem Beispiel also deutlich unter dem reinen Beitrag. Als Angestellter mit 400 Euro Arbeitgeberzuschuss wären bei derselben Prämie nur 3.360 Euro absetzbar, dafür trägt der Arbeitgeber die Hälfte. Die Zahlen sind illustrativ. Der Basisanteil von 85 Prozent ist ein in der Beratung üblicher Mittelwert, der genaue Wert steht in Ihrer Beitragsbescheinigung. Der Grenzsteuersatz hängt von Ihrem Einkommen ab.
Wie hoch sind Ihre echten Netto-PKV-Kosten nach Steuer?
Wir rechnen Ihre Tarif- und Steuersituation gemeinsam durch und zeigen, wo die Vorauszahlung sich für Sie lohnt.
13 Häufige Fragen
Kann ich meine PKV-Beiträge von der Steuer absetzen?
In welcher Höhe ist die private Krankenversicherung absetzbar?
Ist der Eigenanteil der PKV steuerlich absetzbar?
Wie hoch ist der Höchstbetrag für die Krankenversicherung 2026?
Sind PKV-Beiträge als Sonderausgaben absetzbar?
Wo trage ich die private Krankenversicherung in der Steuererklärung ein?
Was bedeutet „monatlicher Basisbeitrag private KV/PV“ auf der Lohnabrechnung?
Können Selbstständige die Krankenversicherung absetzen?
Können Beamte die PKV von der Steuer absetzen?
Können Eltern die PKV-Beiträge ihrer Kinder absetzen?
Mindert die Beitragsrückerstattung meine Steuerersparnis?
Ist der Selbstbehalt der PKV steuerlich absetzbar?
Sind private Zusatzversicherungen steuerlich absetzbar?
Wann lohnt sich eine PKV-Vorauszahlung?
Wird das Krankentagegeld steuerlich wie die PKV behandelt?
Unser PKV-Maklerpool
14 Ihre Beratung zur privaten Krankenversicherung
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Ihre Basics
Stand Oktober 2026. Allgemeine Informationen zur steuerlichen Behandlung von PKV-Beiträgen nach § 10 EStG, der Krankenversicherungsbeitragsanteil-Ermittlungsverordnung und dem BMF-Schreiben zu Vorsorgeaufwendungen, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Prozentwerte und Beispielrechnungen sind Orientierungswerte, der für Sie geltende Basisanteil steht in Ihrer Beitragsbescheinigung. Als Versicherungsmakler nach § 34d GewO werden wir im Erfolgsfall über die Courtage des Versicherers vergütet, für Sie bleibt die Beratung kostenfrei. Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung.
