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Basisrente & BU trennen

Basisrente & BU trennen: Alte Leipziger Vertrag optimieren

Viele Menschen stellen heute fest, dass sie vor einigen Jahren eine Kombination aus Basisrente (Rürup-Rente) und Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abgeschlossen haben, häufig bei der Alte Leipziger. Diese Verträge wirken auf den ersten Blick sehr attraktiv. Schließlich vereinen sie zwei wichtige Themen: Altersvorsorge und Absicherung der eigenen Arbeitskraft. In der Theorie klingt das wie ein perfekt geschnürtes Paket. Doch in der Praxis zeigt sich häufig ein anderes Bild.

Albert Wellerdt | Partner

Warum die Auftrennung von Basisrente (Rürup) und Berufsunfähigkeitsversicherung in alten Alte-Leipziger-Verträgen sinnvoll ist

Viele Menschen stellen heute fest, dass sie vor einigen Jahren eine Kombination aus Basisrente (Rürup-Rente) und Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abgeschlossen haben, häufig bei der Alte Leipziger. Diese Verträge wirken auf den ersten Blick sehr attraktiv. Schließlich vereinen sie zwei wichtige Themen: Altersvorsorge und Absicherung der eigenen Arbeitskraft. In der Theorie klingt das wie ein perfekt geschnürtes Paket. Doch in der Praxis zeigt sich häufig ein anderes Bild.

Insbesondere bei Verträgen, die über große Finanzvertriebe abgeschlossen wurden, erkennen viele Kunden erst später die Struktur des Produkts. Kombiverträge aus Basisrente und BU wurden über Jahre hinweg von verschiedenen Finanzvertrieben aktiv vermittelt, unter anderem auch über MLP und ähnliche Beratungsorganisationen. Dadurch sind heute viele dieser Policen im Umlauf, besonders bei Akademikern, Ingenieuren und jungen Berufseinsteigern.

Viele dieser Kunden kommen irgendwann an den Punkt, an dem sie sich fragen: Ist diese Kombination wirklich optimal für meine Situation? Genau hier beginnt eine wichtige Analyse. Denn obwohl das Produkt grundsätzlich legal und funktional ist, zeigt sich bei genauer Betrachtung, dass eine Trennung der beiden Bausteine oft deutlich mehr Vorteile bietet.

In der Beratungspraxis wird deshalb zunehmend empfohlen, Basisrente und Berufsunfähigkeitsversicherung voneinander zu entkoppeln. Der Grund dafür ist einfach: Wenn beide Bausteine separat organisiert sind, lassen sie sich viel flexibler anpassen und individuell optimieren. Genau darum geht es in diesem Artikel. Wir erklären verständlich, warum die Auftrennung sinnvoll ist, wann sie besonders empfehlenswert ist und wie eine professionelle Beratung dabei helfen kann, den bestehenden Vertrag bestmöglich zu optimieren.

Kundenstimmen

Das sagen unsere Kunden

Was ist eine Basisrente (Rürup-Rente)?

Grundprinzip und steuerliche Förderung

Die Basisrente, häufig auch als Rürup-Rente bezeichnet, wurde ursprünglich eingeführt, um Selbstständigen und Gutverdienern eine steuerlich geförderte Form der Altersvorsorge zu ermöglichen. Anders als bei der klassischen privaten Rentenversicherung lassen sich die Beiträge zu einem großen Teil steuerlich geltend machen. Genau dieser steuerliche Vorteil war einer der Hauptgründe, warum sich viele Menschen für diese Vorsorgeform entschieden haben.


Das Grundprinzip ist relativ einfach: Während der Ansparphase zahlen Versicherte regelmäßig Beiträge ein und profitieren dabei von steuerlichen Abzugsmöglichkeiten. Erst im Rentenalter wird die daraus entstehende Rente versteuert. Diese Struktur ähnelt in gewisser Weise der gesetzlichen Rentenversicherung. Besonders attraktiv erscheint die Basisrente deshalb für Menschen mit höherem Einkommen, da sie dadurch ihre Steuerlast reduzieren können.


Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Basisrente als besonders insolvenz- und pfändungssicher gilt. Für Selbstständige oder Freiberufler kann das ein wichtiger Sicherheitsfaktor sein. Außerdem können Beiträge flexibel angepasst oder erhöht werden. Genau diese Kombination aus steuerlicher Förderung und langfristiger Altersvorsorge hat dazu geführt, dass sich die Basisrente als fester Bestandteil vieler Finanzstrategien etabliert hat.

Allerdings muss man auch verstehen, dass die Basisrente gewisse Einschränkungen hat. Das Kapital ist in der Regel nicht frei verfügbar und kann beispielsweise nicht einfach ausgezahlt oder vererbt werden wie bei anderen Vorsorgeformen. Diese Struktur ist gewollt – sie soll sicherstellen, dass das Geld tatsächlich für die Altersvorsorge verwendet wird.

Für wen die Basisrente ursprünglich gedacht war

Die Basisrente wurde ursprünglich vor allem für Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener konzipiert. Der Gedanke dahinter war logisch: Viele dieser Berufsgruppen haben keine ausreichende gesetzliche Rentenversicherung oder benötigen zusätzliche Vorsorge. Durch die steuerliche Förderung sollte ein Anreiz geschaffen werden, langfristig Kapital für das Alter aufzubauen.


In der Realität wurde dieses Produkt jedoch nicht nur von Selbstständigen genutzt. Gerade in den letzten zwei Jahrzehnten haben viele junge Akademiker und Berufseinsteiger eine Basisrente abgeschlossen. Häufig geschah dies im Rahmen einer Beratung bei Finanzvertrieben, die das Produkt als ideale Kombination aus Altersvorsorge und Steuervorteil präsentierten.


Dabei spielte auch die Möglichkeit eine Rolle, eine Berufsunfähigkeitsversicherung direkt in den Vertrag zu integrieren. So entstand das sogenannte Kombiprodukt aus Basisrente und BU. Die Idee dahinter war einfach: Wer berufsunfähig wird, erhält eine monatliche BU-Rente, während gleichzeitig die Altersvorsorge weiterläuft.

Auf dem Papier wirkt diese Lösung komfortabel. Ein Vertrag, ein Beitrag, zwei wichtige Absicherungen. Doch genau diese enge Verknüpfung ist es, die später häufig Probleme verursacht. Deshalb lohnt es sich, die Rolle der Berufsunfähigkeitsversicherung genauer zu betrachten.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung – Schutz der Arbeitskraft

Warum die BU zu den wichtigsten Versicherungen zählt

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gehört zu den wichtigsten Absicherungen überhaupt. Der Grund dafür ist einfach: Die eigene Arbeitskraft ist für die meisten Menschen das größte finanzielle Kapital ihres Lebens. Ohne Einkommen wird es schwierig, den eigenen Lebensstandard zu halten, Kredite zu bedienen oder für das Alter vorzusorgen.

Statistisch gesehen wird ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen im Laufe seines Lebens zumindest zeitweise berufsunfähig. Krankheiten, psychische Belastungen oder Unfälle können dazu führen, dass der ursprüngliche Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. In solchen Situationen zahlt eine BU-Versicherung eine monatliche Rente und sorgt damit für finanzielle Stabilität.

Gerade deshalb empfehlen viele Experten, die Absicherung der Arbeitskraft zur obersten Priorität in der Finanzplanung zu machen. Denn ohne Einkommen funktioniert auch keine Altersvorsorge mehr. Wer berufsunfähig wird, kann oft keine Beiträge mehr in Rentenprodukte einzahlen.

In vielen älteren Vertragsmodellen wurde die BU jedoch nicht separat abgeschlossen, sondern direkt mit einer Rentenversicherung gekoppelt. Genau so entstand das Modell der BU als Zusatzversicherung zur Basisrente.

Wie BU in Kombiverträgen integriert wurde

Bei dieser Konstruktion wird die Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatzbaustein an die Basisrente angehängt. Technisch spricht man von einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ). Das bedeutet: Die BU existiert nicht als eigenständiger Vertrag, sondern ist fest an die Altersvorsorge gekoppelt.

Ein entscheidender Punkt dabei ist die steuerliche Gestaltung. Damit die Beiträge steuerlich vollständig geltend gemacht werden können, muss der Beitrag für die Basisrente den größten Anteil des Gesamtbeitrags ausmachen. Das führt dazu, dass die Struktur des Vertrags häufig steuerlich und nicht unbedingt strategisch optimiert ist.

In der Praxis bedeutet das: Die Höhe der Beiträge und die Gestaltung des Vertrags werden teilweise von steuerlichen Regeln bestimmt, und nicht ausschließlich von den individuellen Bedürfnissen des Kunden.

Genau hier beginnt der Grund, warum viele Experten heute empfehlen, diese Konstruktion zu überdenken.

Das Kombiprodukt aus Basisrente und BU

Wie das Konstrukt technisch funktioniert

Bei einem klassischen Kombivertrag fließt ein monatlicher Beitrag in zwei Komponenten: die Altersvorsorge (Basisrente) und die Berufsunfähigkeitsabsicherung. Beide Bausteine sind jedoch untrennbar miteinander verbunden. Das bedeutet, dass Änderungen am Vertrag oft beide Bereiche gleichzeitig betreffen.

Ein Beispiel: Wenn ein Versicherter seinen Beitrag reduzieren möchte, wirkt sich das nicht nur auf die Altersvorsorge aus, sondern auch auf die Höhe der BU-Absicherung. Umgekehrt kann auch eine Anpassung der BU die Altersvorsorge beeinflussen.

Diese enge Verbindung sorgt dafür, dass viele Versicherte im Laufe der Zeit weniger flexibel sind als gedacht. Veränderungen im Einkommen, ein Jobwechsel oder neue Lebensumstände lassen sich in einem solchen Kombivertrag oft nur eingeschränkt berücksichtigen.

Warum diese Kombination früher häufig verkauft wurde

Ein wichtiger Grund für die Verbreitung dieser Produkte liegt in der Beratungspraxis vieler Finanzvertriebe. Kombiverträge aus Basisrente und BU wurden über Jahre hinweg aktiv empfohlen und häufig standardisiert vermittelt. Besonders große Vertriebe setzten stark auf diese Struktur, weil sie steuerliche Vorteile und vermeintliche Einfachheit kombinierte.

Für viele Kunden klang das überzeugend: Steuern sparen, Altersvorsorge aufbauen und gleichzeitig die Arbeitskraft absichern, alles in einem Vertrag. Doch mit zunehmender Erfahrung und Marktanalyse hat sich gezeigt, dass diese Konstruktion nicht für jeden optimal ist.

Warum viele dieser Verträge über Finanzvertriebe vermittelt wurden

Ein Blick in die Praxis zeigt, dass besonders viele dieser Kombiverträge über Finanzvertriebe wie MLP abgeschlossen wurden. Diese Organisationen beraten häufig Akademiker, Studierende und junge Berufseinsteiger. Genau diese Zielgruppe wurde häufig für eine Basisrente mit integrierter BU sensibilisiert.

Der Grund dafür ist nachvollziehbar: Junge Akademiker haben oft ein steigendes Einkommen in Aussicht und profitieren theoretisch von steuerlichen Vorteilen. Gleichzeitig besteht ein hoher Bedarf an Berufsunfähigkeitsabsicherung.

In der Praxis wurde das Produkt jedoch häufig standardisiert vermittelt, ohne alle langfristigen Auswirkungen ausreichend zu berücksichtigen. Viele Kunden erkennen erst Jahre später, dass ihr Vertrag deutlich weniger flexibel ist als erwartet.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Vertrag grundsätzlich schlecht ist. Vielmehr zeigt sich heute, dass eine Optimierung durch Auftrennung oft eine deutlich bessere Lösung darstellt.

Die Vorteile einer Auftrennung von Basisrente und BU

Mehr Flexibilität bei Beiträgen

Der größte Vorteil einer Auftrennung liegt in der Flexibilität. Wenn Berufsunfähigkeitsversicherung und Altersvorsorge getrennt organisiert sind, kann jeder Baustein individuell angepasst werden.

Das bedeutet beispielsweise:

  • Anpassung der BU-Rente ohne Einfluss auf die Altersvorsorge
  • Veränderung der Sparbeiträge unabhängig vom Versicherungsschutz
  • Wechsel der Anlageform innerhalb der Altersvorsorge

Diese Flexibilität ist besonders wichtig, weil sich Lebenssituationen im Laufe der Zeit verändern.

Optimierte Absicherung der Arbeitskraft

Eine separate BU ermöglicht es außerdem, den besten Anbieter ausschließlich für die Arbeitskraftabsicherung auszuwählen. Nicht jede Versicherung ist gleichzeitig führend bei Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsversicherung.

Eine eigenständige BU kann deshalb häufig:

  • bessere Bedingungen bieten
  • flexibler angepasst werden
  • langfristig stabiler kalkuliert sein

Individuell bessere Altersvorsorge

Auch die Altersvorsorge lässt sich nach einer Trennung deutlich besser gestalten. Statt an einen bestimmten Versicherer gebunden zu sein, können verschiedene Strategien genutzt werden – zum Beispiel fondsbasierte Lösungen oder andere Vorsorgemodelle.

In vielen Fällen führt die Trennung sogar zu spürbaren Kostenvorteilen.

Praxisbeispiel: Einsparpotenzial nach der Trennung

Ein Praxisbeispiel zeigt, wie groß der Unterschied sein kann. Ein Kunde zahlte zuvor 460 € monatlich in einen Kombivertrag aus Basisrente und BU. Nach einer Analyse wurden die Bausteine getrennt und neu strukturiert.

Das Ergebnis:

Vertragsstruktur
Monatlicher Beitrag

Neue BU (gleiche Leistung)

130 €

Separate Altersvorsorge

210 €

Gesamtbeitrag

340 €

Die monatliche Ersparnis beträgt damit rund 120 €, also über 1.400 € pro Jahr. Gleichzeitig verbessert sich die Flexibilität und Transparenz der Vorsorge.

Warum schnelles Handeln sinnvoll ist

Viele Versicherte unterschätzen, wie wichtig der Zeitpunkt der Optimierung ist. Je früher ein Vertrag überprüft und gegebenenfalls angepasst wird, desto größer ist der langfristige Effekt.

Das liegt vor allem daran, dass Versicherungsverträge sehr lange Laufzeiten haben. Schon kleine Verbesserungen können über Jahrzehnte hinweg einen erheblichen finanziellen Unterschied machen.

Außerdem lassen sich manche Anpassungen leichter umsetzen, solange bestimmte Gesundheitsprüfungen oder Vertragsoptionen noch bestehen.

Unsere direkte Beratung zur Vertragsoptimierung

Die Analyse eines bestehenden Vertrags ist komplex. Jeder Vertrag hat eigene Bedingungen, Tarife und Optionen. Deshalb ist eine individuelle Beratung entscheidend.

In unserer Beratung prüfen wir unter anderem:

  • die Struktur des bestehenden Vertrags
  • mögliche Einsparpotenziale
  • Alternativen zur aktuellen BU
  • Optimierungsmöglichkeiten der Altersvorsorge

Unser Ziel ist es, eine Lösung zu entwickeln, die langfristig besser zu Ihrer persönlichen Situation passt.

Fazit: Warum die Auftrennung eine strategisch kluge Entscheidung ist

Die Kombination aus Basisrente und Berufsunfähigkeitsversicherung war lange Zeit ein häufig vermitteltes Produkt. Für einige Menschen kann diese Struktur funktionieren. In vielen Fällen zeigt sich jedoch, dass eine Trennung der beiden Bausteine deutliche Vorteile bringt.

Mehr Flexibilität, bessere Anpassungsmöglichkeiten und oft auch geringere Kosten sprechen für eine Optimierung. Besonders bei älteren Verträgen der Alte Leipziger, die im Rahmen von Beratungen bei Finanzvertrieben abgeschlossen wurden, lohnt sich eine genaue Prüfung.

Wer seine finanzielle Zukunft strategisch gestalten möchte, sollte deshalb nicht zögern, den eigenen Vertrag professionell analysieren zu lassen.

FAQs

Kann man eine Basisrente mit BU überhaupt trennen?

  • Ja, in vielen Fällen ist eine Auftrennung technisch möglich. Die genaue Vorgehensweise hängt jedoch vom Tarif und den Vertragsbedingungen ab.

Muss ich eine neue Gesundheitsprüfung machen?

  • Das ist nicht immer erforderlich. Bei manchen Vertragsumstellungen kann eine Anpassung ohne erneute Gesundheitsprüfung erfolgen.

Verliere ich durch die Trennung steuerliche Vorteile?

  • Nicht zwingend. In vielen Fällen lassen sich steuerliche Vorteile weiterhin nutzen, während gleichzeitig die Struktur verbessert wird.

Ist eine separate BU immer besser?

  • Nicht pauschal, aber in vielen Fällen bietet sie mehr Flexibilität und bessere Gestaltungsmöglichkeiten.

Wie kann ich meinen Vertrag prüfen lassen?

  • Am besten durch eine unabhängige Analyse Ihres bestehenden Vertrags. So lässt sich genau feststellen, welche Optimierungsmöglichkeiten bestehen.